„Die Nummer auf deinem Unterarm ist blau wie deine Augen“ von Eva Umlauf mit Stefanie Oswalt

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Rezension

In dem Buch „Die Nummer auf deinem Unterarm sind blau wie deine Augen“ hat Eva Umlauf ihre Erinnerungen (und die ihrer Familie) an die Zeit im Konzentrationslager Ausschwitz und die Zeit davor und danach festgehalten. Meiner Meinung nach ist es wichtig, so viele Zeitzeug*innenberichte zu lesen wie es nur geht, damit die Verbrechen der Nazis sich nicht noch einmal wiederholen.

Inhaltsangabe

„Vergessen Sie das Kind, es wird nicht leben.“ Mit diesen Worten wird Eva Umlaufs Mutter Anfang 1945 in Auschwitz konfrontiert. Ihre Tochter, mit zwei Jahren eine der Jüngsten im Lager, ist abgemagert und todkrank. Eva Umlauf wird sich später nicht an diese Zeit erinnern können, und dennoch schlummert das Erbe ihrer Vergangenheit unter der Oberfläche und prägt ihren gesamten Lebensweg. Hoffmann und Campe

Eva Umlauf kam als Zweijährige zusammen mit ihren Eltern in das Konzentrationslager Ausschwitz. Sie hat keine direkten Erinnerungen an diese Zeit, jedoch erinnert sie sich an die Geschichten, die in der Familie erzählt wurden. Hinzu kommen ihre eigenen Erinnerungen aus der Zeit nach dem Krieg und ihre Erfahrungen, wie sich die Geschehnisse auf ihre Familie ausgewirkt haben. Diese Erinnerungen hat sie aufgeschrieben, um ihre Geschichte zu erzählen.

Ich mochte den Aufbau des Buches sehr gerne. Eva Umlauf erzählt erst in einem Kapitel etwas aus der Gegenwart bzw. näheren Vergangenheit darüber, wie sie dazu gekommen ist „Die Nummer auf deinem Unterarm sind blau wie deine Augen“ zu schreiben. Dazwischen sind immer wieder Kapitel aus der Vergangenheit eingeschoben, die ihr gesamtes Leben umfassen. Die in dem Buch beschriebenen Situationen waren oft sehr eindringlich und brachten mich zum Nachdenken. Eva Umlauf gewährt nicht nur einen Einblick in ihre persönliche Familiengeschichte, sondern zeigt auch ein wenig das Leben als Jüdin.

Fazit und Empfehlung

Ich finde „Die Nummer auf deinem Unterarm ist blau wie deine Augen“ ein gelungenes und vor allem sehr wichtiges Buch, welches ich nur weiterempfehlen kann.

Fakten

Titel: Die Nummer auf deinem Unterarm ist blau wie deine Augen – Erinnerungen
Autor*in: Eva Umlauf, Stefanie Oswalt
Verlag: Hoffmann und Campe
Seitenzahl: 288
Erscheinungsjahr: 2016
ISBN: 978-3-455-50370-8
Mehr erfahren*: »Amazon*

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SuB den Sommer – Endspurt

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Lesechallenge

Die letzte Woche der Lesechallenge #SuBdenSommer ist angebrochen und damit wird es Zeit für den Endspurt. Bevor am Samstag mit einer Lesenacht die Challenge beendet wird, zeige ich euch hier ein kurzes Update meiner Leseliste, da die letzten beiden und der aktuelle Wochenrückblick ausgefallen sind.

Aufgaben und Leseliste

Insgesamt gibt es fünfzehn Aufgaben, die es zu bewältigen gilt. Ich liste die Aufgaben hier noch einmal auf zusammen mit den Büchern, die ich für diese ausgewählt habe, und einem Hinweis, ob sie gelesen sind (kursive Schrift) oder nicht (normale Schrift).

  1. Lies das Buch, was am längsten auf deinem SuB liegt
    „Four“ von Veroncia Roth (Amazon*)
  2. Lies das dickste Buch auf deinem SuB
    „Der Bruder des Königs und 20 weitere Kurzromane“ von George R. R. Martin und Gardner Dozois (Amazon*)
  3. Beende oder beginne endlich diese Reihe, die schon ewig auf deinem SuB schlummert
    „Der Game Master – Das Spiel ist aus“ von James Dashner (Amazon*)
  4. Lies ein Buch von einem Debüt-Autor
    „Der letzte Überlebende“ von Sam Pivnik (Amazon*)
  5. Lass die anderen Teilnehmer (z.B. durch eine Twitterumfrage) entscheiden, was du liest
    „Smoke“ von Dan Vyleta (Amazon*)
  6. Lies das eine Buch aus einem anderen Genre auf deinem SuB
    „Der Herbst des Goldenen Zeitalters“ von Karin Schüller (Amazon*)
  7. Lies ein Buch mit einer weiblichen Protagonistin
    „Die Königin der Schatten – Verflucht“ von Erika Johansen (Amazon*)
  8. Lies ein Buch mit einem männlichen Protagonisten
    „Red Rising – Im Haus der Feinde“ von Pierce Brown (Amazon*)
  9. Lies ein Buch, das du auch rezensierst
    „Das Blut der Pikten“ von Zach Bauer (Amazon*)
  10. Lies ein typisches Sommerbuch
    „Die Ungehörigkeit des Glücks“ von Jenny Downham (Amazon*)
  11. Lies ein Buch mit Sommerfarben auf dem Cover
    „Das Leben ist kein Ponyhof“ von Britta Sabbag (Amazon*)
  12. Lies ein Buch, das nicht 2017 erschienen ist
    „Krieg der Klone“ von John Scalzi (Amazon*)
  13. Lies ein Buch, das in einem anderen Land spielt
    „Ein Fleck im Meer“ von John Alridge und Anthony Sosinski (Amazon*)
  14. Lies ein Buch, was du auf eine Empfehlung hin gekauft hast
    „Der Nachtzirkus“ von Erin Morgenstern (Amazon*)
  15. Halte das Buchkaufverbot ein!
    Das habe ich leider nicht geschafft.

Sechs der 14 Bücher habe ich bis zum heutigen Tag gelesen. Eines werde ich heute hoffentlich noch beginnen. Also wenn ich bis zum Ende der Challenge die Hälfte der Bücher gelesen habe, dann bin ich schon zufrieden. Wie läuft es bei euch mit #SuBdenSommer?

Meine Woche #30 | 2017

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Meine Woche

Obwohl ich Ferien habe, lief meine Woche nicht ganz so wie geplant. Eigentlich wollte ich viel mehr lesen, als ich es dann getan habe. Aber dazu später mehr. Immerhin habe ich euch drei Rezensionen online stellen können: die Rezension zu „Rache und Rosenblüte“, eine zu „Lieber Papst Franziskus“ und eine Rezension zu dem Buch „Am Rande der Schatten“.

Fotos

       

Bücher

neu

Meine Woche begann mit einem Neuzugang und es blieb auch bei diesem einen. Die Rede ist von „The Hate U Give“ von Angie Thomas*. Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar bekommen und ich wollte es eigentlich in dieser Woche noch beenden. Das hat leider nicht funktioniert.

gelesen

Die ersten drei eBooks, die ich beendet habe, waren nicht auf meiner Leseliste für #SuBdenSommer. Aber da es „nur“ drei Kurzgeschichten waren, ist das nicht so schlimm. Alle drei waren von Renée Ahdieh und gehören zu der Tausend und Eine Nacht-Dilogie. „Motte und Licht“*, „Honig und Gift“* und „Fluch und Flammen“* haben mir alle drei gut gefallen. Zwei der Kurzgeschichten waren jedoch etwas zu kurz für meinen Geschmack.

Das einzige beendete Buch war aber für die Lesechallenge: „Krieg der Klone“ von John Scalzi*. Das Buch ist ein Science Fiction Roman, in dem die Menschheit sich gegen andere, außerirdische Rassen im Streit um Planeten und Kolonien behaupten muss. Dafür nutzt die Koloniale Union eine Armee aus 75-jährigen Erdbewohnern, die dafür wieder jung gemacht werden. Alle drei Teile der Trilogie haben mir außerordentlich gut gefallen.

Ich lese gerade…

„The Hate U Give“ von Angie Thomas auf Deutsch. Sobald ich das Buch beendet habe, werde ich euch eine Rezension dazu verfassen.

Leseliste

Ohje, meine Leseliste sieht immer noch nicht viel besser aus als letzte Woche. Immerhin lese ich zurzeit den einzigen Neuzugang der Woche, sodass nicht noch ein weiteres Buch zur Liste hinzugefügt wird.

  1. „Four“ von Veroncia Roth (Amazon*)
  2. „Der Bruder des Königs und 20 weitere Kurzromane“ von George R. R. Martin und Gardner Dozois (Amazon*)
  3. „Der Game Master – Das Spiel ist aus“ von James Dashner (Amazon*)
  4. „Der letzte Überlebende“ von Sam Pivnik (Amazon*)
  5. „Smoke“ von Dan Vyleta (Amazon*)
  6. „Der Herbst des Goldenen Zeitalters“ von Karin Schüller (Amazon*)
  7. „Die Königin der Schatten – Verflucht“ von Erika Johansen (Amazon*)
  8. „Red Rising – Im Haus der Feinde“ von Pierce Brown (Amazon*)
  9. „Das Blut der Pikten“ von Zach Bauer (Amazon*)
  10. „Die Ungehörigkeit des Glücks“ von Jenny Downham (Amazon*)
  11. „Das Leben ist kein Ponyhof“ von Britta Sabbag (Amazon*)
  12. „Krieg der Klone“ von John Scalzi (Amazon*)
  13. „Ein Fleck im Meer“ von John Alridge und Anthony Sosinski (Amazon*)
  14. „Der Nachtzirkus“ von Erin Morgenstern (Amazon*)

Letzte Woche habe ich mir überlegt, dass ich zusätzlich noch die Bücher auf die Leseliste packe, die ich während #SuBdenSommer bekommen habe. Natürlich haben die ursprünglichen Bücher Priorität, aber wenn ich die Neuzugänge auch noch im Rahmen der Lesechallenge lesen kann, wäre das doch gar nicht so schlecht. Aber ich befürchte, dass dieser Plan nicht aufgehen wird.

  1. „Honig und Gift“ von Renée Ahdieh
  2. „Fluch und Flammen“ von Renée Ahdieh
  3. „Das Erich-Kästner Buch“ von Erich Kästner
  4. „Small World“ von Martin Suter
  5. „The Audacity of Hope“ von Barack Obama
  6. „Die Liebenden vom Place d’Arezzo“ von Eric-Emmanuel Schmitt
  7. „Das Geisterhaus“ von Isabel Allende
  8. „Die Kanzlerin – Eine Fiktion“ von Konstantin Richter
  9. „Rebel of the Sands“ von Alwyn Hamilton
  10. „Three Dark Crowns“ von Kendare Blake
  11. „When Dimple Met Rishi“ von Sandhya Menon
  12. „Caraval“ von Stephanie Garber
  13. „Motte und Licht“ von Renée Ahdieh
  14. „Und Marx stand still in Darwins Garten“ von Ilona Jaeger
  15. „Helix – Sie werden uns ersetzen“ von Marc Elsberg
  16. „Auf Ewig Dein“ von Kelly Parsons
  17. „Hochsensibel durch den Tag“ von Sabine Dinkel
  18. „111 Genießerrezepte für Magen und Darm: Sanfte Schonkost bei Völlegefühl, Blähungen, Verstopfung, Sodbrennen“ von Beate Löffler
  19. „The Hate U Give“ von Angie Thomas (englisch)
  20. „The Hate U Give“ von Angie Thomas (deutsch)

Video

Unter der Woche vlogge ich ein wenig, was so ansteht und welche Bücher gerade aktuell sind. Den aktuellen Wochenvlog findest du hier. Viel Spaß beim Anschauen! Über eine Bewertung und einen Kommentar freue ich mich immer :)

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„Krieg der Klone“ von John Scalzi

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Rezension

„Krieg der Klone – Die Trilogie“ von John Scalzi* ist ein Sammelband der ersten drei Bücher der gleichnamigen Science Fiction-Reihe. Bevor ich das Buch als Rezensionsexemplar angefragt habe, hatte ich schon viel Gutes über den Autoren gehört. Da ich im Moment am liebsten nur noch Science Fiction lesen möchte, passte „Krieg der Klone“ gerade ganz gut zu meiner Leselaune.

Inhaltsangabe

In ferner Zukunft wird der interstellare Krieg gegen Alien-Invasionen mit scheinbar bizarren Mitteln geführt: Für die Verteidigung der Kolonien weit draußen im All werden nur alte Menschen rekrutiert. So wie John Perry, der mit 75 noch einmal einen neuen Anfang machen will. Doch bald erfährt er das wohlgehütete Geheimnis: Das Bewusstsein der Rekruten wird in jüngere Klone ihrer selbst übertragen, die als unerschöpfliches Kanonenfutter in den Kampf geschickt werden … Heyne

Die Menschheit hat mehrere Planeten erobert und mit Kolonien besiedelt. Diese Kolonien bestehen aus Bewohner*innen der ärmeren Länder auf der Erde, die auf dem Planeten versuchen, ein neues Leben aufzubauen. Um diese Kolonien vor den unzähligen anderen Spezies in der Galaxie zu verteidigen, hat die Koloniale Union die Koloniale Verteidigungsarmee aufgestellt. Diese setzt sich aus Rekrut*innen aus den reicheren Industrienationen der Erde zusammen, welche an ihrem 75. Geburtstag eingezogen werden, sofern sie sich vorher dazu gemeldet haben. Zu diesem Zeitpunkt wissen die angehenden Soldat*innen nur, dass sie weiterleben werden als eine jüngere Version von sich selbst. Wie genau das jedoch funktioniert, wissen die Rekrut*innen nicht, doch viele lassen sich auf diese Ungewissheit ein. Sobald sie eingezogen werden, kommen sie auf ein Raumschiff, welches sie zu der Basis der Kolonialen Union bringen soll. Da erfahren die Menschen, dass ihr Bewusstsein in einen modifizierten Klon von sich selbst transferiert wird.

Am Anfang des Buches lernt man John Perry kennen, der an seinem Geburtstag eingezogen wird und seine Reise ins Weltall antritt. Auf dem Weg zum Ausbildungscamp trifft er seine Mitrekrut*innen. Mit sechs weiteren angehenden Soldat*innen, die er im Raumschiff getroffen hat, bildet er die Gruppe die Alten Scheißer. Daran lässt sich schon gut der Humor erkennen, der im Verlauf der Geschichte immer sehr präsent ist. Zeitgleich mit dem Protagonisten erfährt man häppchenweise immer mehr über die Koloniale Union, ihre Verteidigungsarmee und Politik.

Schon kurz nach der Ausbildung zum Soldaten geht es für John Perry Schlag auf Schlag und als Leser*in folgt man immer nur Ausschnitten aus seinem Soldatenleben. Diese Ausschnitte sind meist spannungsgeladen und schaffen es dabei, kurz zu rekapitulieren, welchen Zeitraum und welche Handlungen der*die Leser*in nun verpasst hat. Der Protagonist wird direkt zu verschiedenen Einsätzen geschickt, die nicht gerade einfach sind. So lernt man jedoch relativ schnell einige relevante Spezies kennen. Aufgrund seiner außergewöhnlichen Einsätze, in denen er immer einen kühlen Kopf bewahrt und viel Geschick beweist, wird John Perry relativ schnell befördert, sodass er irgendwann sogar zu der Spezialeinheit „Die Geisterbrigade“ gelangt, in der sonst nur spezielle Soldat*innen kämpfen.

Der Fokus der Trilogie liegt nicht unbedingt auf den Charakteren an sich, sondern an dem Universum an sich: Wie ist das Zusammenspiel zwischen den Spezies, welche Kriegseinsätze gibt es, welche Pläne verfolgt die Koloniale Union, etc.? Persönliche Beziehungen spielen nur untergeordnete Rollen, ebenso die Charakterentwicklung, die jedoch dennoch vorhanden ist. Ich persönlich mochte den handlungsorientierten Aufbau der Trilogie sehr, da so nur die spannenden Szenen erzählt werde und so ein längerer Zeitrahmen abgedeckt werden kann. Mit jedem Buch in der Trilogie erfährt man immer mehr, welche Machenschaften im Universum am Gange sind. Dadurch wurde es nie langweilig. Immer mehr Details wurden deutlich und der Fokus wurde immer breiter, sodass die Zusammenhänge deutlicher wurden. Durch den besonders auffallenden Humor des Autoren war die Geschichte nicht nur actionreich, sondern zeitgleich auch unterhaltsam. Abzug gab es jedoch für ableistische Aussagen im Buch, ohne dass diese kritisch kommentiert wurden.

Fazit und Empfehlung

Wenn du mehr Wert auf das Universum in einem Science Fiction Roman legst als auf die Charakterentwicklung und der Humor nicht zu kurz kommen darf, dann solltest du dir „Krieg der Klone“ eventuell mal anschauen.

Fakten

Titel: Krieg der Klone – Die Trilogie
Autor*in: John Scalzi
Übersetzer*in: Bernhard Kempen
Verlag: Heyne
Reihe: Krieg der Klone, Band 1-3
Seitenzahl: 976
Erscheinungsjahr: 2016
ISBN: 978-3453317765
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„Am Rande der Schatten“ von Brent Weeks

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Rezension

Das Buch „Am Rande der Schatten “ von Brent Weeks* ist der zweite Teil der Schatten-Trilogie. Falls du den Vorgängerband „Der Weg in die Schatten“ noch nicht gelesen hast, kommst du hier zur Rezension. Beachte, dass diese Rezension Spoiler für Band 1 enthalten kann.

Inhaltsangabe

Die Ausbildung zum Assassinen hat sich für den ehemaligen Gassenjungen Azoth als überaus schmerzhaft erwiesen, denn sein einstiger Lehrer Durzo Blint und sein bester Freund Logan sind den Machenschaften des Gottkönigs von Khalidor zum Opfer gefallen. So ist es kein Wunder, dass Azoth seiner Profession den Rücken gekehrt hat. Doch dann hört er das Gerücht, dass Logan noch am Leben sein soll und sich versteckt. Und so muss Azoth sich der Frage stellen, ob die Schatten einen jemals wieder loslassen, wenn man sich erst einmal in sie hineinbegeben hat … blanvalet

Die Geschichte beginnt genau dort, wo „Der Weg in die Schatten“ aufgehört hat und folgen daher genau den gleichen Charakteren wie zuvor. Da wäre zum einen Kylar Stern, welcher der Lehrling vom Blutjungen Durzo Blint war. Er ist der Träger des Ka’kari und hat die Eroberung der Stadt überlebt. Auch seine erste große Liebe Elene hat überlebt und die beiden fliehen zusammen mit Durzos Tochter, um in einem anderen Land ein neues Leben zu beginnen. Um dieses neue Leben führen zu können, schwört er für Elene seinem Blutjungendasein ab. Doch das ist nicht so einfach, da Kylar seinen alten Beruf und seine Gewohnheiten nicht einfach so ablegen kann.

Dann gibt es den Handlungsstrang rund um die Assassinin Vi. Sie war bei Durzo Blints größtem Konkurrenten in der Lehre und hat nun vom Gottkönig den Auftrag erhalten, Jarl zu töten. Dieser ist der ehemalige Freund von Kylar und Elene, die zusammen in der Gosse aufgewachsen sind. Jarl ist mittlerweile das Oberhaupt des Untergrunds und ist daher eine Gefahr für den Gottkönig. Vi möchte Jarl jedoch nicht töten, da er einer der wenigen ist, der sie nicht körperlich und psychisch ausgenutzt hat. Sie muss jedoch dem Gottkönig irgendwas – oder besser gesagt irgendwen – liefern und macht sich auf die Suche nach Kylar.

Der dritte Handlungsstrang folgt Logan Gyre. Er war der Anwärter auf den Königsthron. Alle halten ihn für tot, da es einen Anschlag auf ihn und seine Frau gegeben hat, jedoch ist er nicht tot, sondern in dem Loch gefangen. Das ist der fieseste Teil des Gefängnisses, in das nur die schlimmsten der schlimmsten Verbrecher hineingeworfen werden. Dort versucht er irgendwie zu überleben und schmiedet zeitgleich Fluchtpläne.

Im ersten Teil des Buches geht es hauptsächlich darum, dass jeder Charakter für sich genommen mit seinen eigenen Schwächen und Stärken umgehen muss. Alle drei müssen sich mit ihrer Situation abfinden, kämpfen mit Gewissensbissen und wollen die richtige Entscheidung treffen. Kylar hat das Problem, dass er jetzt eigentlich das Leben führt, was er immer haben wollte: die Familienidylle mit Elene und Durzos Tochter an einem sicheren Ort. Er merkt jedoch, dass ihm das nicht liegt und dass er sein Dasein als Blutjunge vermisst. Vi hat das Problem, dass sie keinem Menschen traut, da sie so oft ausgenutzt und benutzt wurde, vor allem von ihrem Lehrmeister. Sie hat daher gelernt, ihren Körper zu benutzen, um an ihr Ziel zu kommen. Vi muss jedoch verstehen, dass sie mehr ist als das und dass sie manchmal doch anderen Menschen vertrauen kann und soll. Logan hingegen hat eher mit dem Gegenteil zu kämpfen. Er war immer der Vorzeigemann, privilegiert und gut ausgebildet. Nun sitzt er mit Schwerstverbrechern in einem Loch und merkt, dass an diesem Ort gar nicht mehr so viele Unterschiede zwischen ihm und den anderen vorhanden sind. Logan muss also verstehen, dass auch in ihm eine Schattenseite ist, die er jedoch nutzen muss, um aus dem Loch fliehen zu können.

Im weiteren Verlauf der Geschichte geht es dann wieder eher um die Handlung an sich. Es müssen Schlachten ausgetragen werden. Das große Ganze, das hinter all dem Krieg steckt, wird langsam aufgedeckt. Es wird also spannender und actionreicher.

Fazit und Empfehlung

Alles in Allem fand ich „Am Rande der Schatten“ wirklich gut. Es konnte in meinen Augen mit dem ersten Band der Trilogie mithalten und ich bin gespannt, was der finale Teil zu bieten hat. Bisher kann ich die Schatten-Trilogie allen Fans des Genres Fantasy empfehlen.

Fakten

Titel: Am Rande der Schatten
Autor*in: Brent Weeks
Übersetzer*in: Hans Link
Verlag: blanvalet
Reihe: Schatten-Trilogie #2
Seitenzahl: 704
Erscheinungsjahr: 2010
ISBN: 978-3442266296
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