„Alles öko! 1 Jahr im Selbstversuch“ von Colin Beavan

Alles öko! 1 Jahr im Selbstversuch Colin Beavan Rezension fraencisdaencis.dePetzi und ich haben uns einmal über unsere Begeisterung für Sachbücher unterhalten. Im Rahmend es Gespräches empfahl sie mir ein Buch, welches sie selbst gerade las: „Alles öko! 1 Jahr im Selbstversuch“ von Colin Beavan. Ich schaute nach, ob das Buch inhaltlich mich ansprach und dann vertraute ich Petzis Empfehlung und las es selbst.

Inhaltsangabe

Eigentlich sind die Beavans eine ganz normale New Yorker Familie. Man fährt mit dem Taxi oder der U-Bahn ins Büro, isst zum Dinner ein Take away vom Asiaten aus dem Pappbecher und fliegt an Weihnachten zu den Schwiegereltern nach Florida — bis Colin und seine Frau Michelle sich zu einem Selbstversuch entschließen, der ihr Leben grundlegend verändert: keine Papierservietten, keine Haushaltsgeräte, keine Transportmittel außer dem Fahrrad (Michelle tauscht ihre Pradas gegen Converse), kein Fahrstuhl (in der Hauptstadt der Sky scraper!), keine Nahrungsmittel, die mehr als 400 Kilometer zurückgelegt haben, um in den Bio-Laden um die Ecke zu gelangen. Schließlich verzichten sie sogar auf Stromverbrauch zu Hause. Fernseher, Kühlschrank, selbst der Radiowecker werden abgeschafft. Müll soll möglichst gar keiner verursacht werden – und wenn, wird er auf dem Wohnungskompost entsorgt. Ohne übertriebenen Missionierungseifer, sondern mit Witz und auch Nachsicht bezüglich immer wieder auftretender Rückschläge zeigt Beavan einen Weg, diese Welt ein wenig besser zu machen und dass ein bewusster Umgang mit unserem Konsumverhalten und Energieverbrauch nicht den Verlust, sondern eine Steigerung der Lebensqualität bedeutet. Aufbau Verlag

Ich muss gestehen, besonders klimaneutral lebe ich sicherlich nicht. Und bis zum heutigen Tag habe ich mich ehrlich gesagt auch nicht wirklich damit auseinandergesetzt. Wahrscheinlich geht es nicht nur mir so, sondern auch einigen anderen. Colin Beavan und seine Familie haben selbst jahrelang gelebt, ohne sich Gedanken um die Umwelt zu machen. Doch dann wollte Colin den Selbstversuch starten und ein Jahr lang klimaneutral leben. Das Ganze baute er nach und nach auf, sodass er nicht von dem einen auf den anderen Tag komplett anders leben musste.

Er begann, den Müll, den seine Familie bestehend aus ihm, seiner Frau Michelle, der nicht ganz einjährigen Tochter Isabella und dem Hund Frankie produzierte für eine Woche zu sammeln. So bekam er ein Gespür dafür, wie viel Müll sie eigentlich so hinterlassen. In der ersten Phase wollte er also keinen Müll mehr produzieren. Dass das nicht so einfach ist (vor allem mit einem Kleinkind, welches Windeln benötigt), kann sich wahrscheinlich jeder denken. Und doch hielt die Familie durch und versuchte jedes Problem, mit dem sie sich konfrontiert sahen, zu lösen. Gegen Ende sparten sie Wasser ein, nutzen weder Auto noch Flugzeug, U-Bahn und Taxi, fuhren überall mit dem Rad hin oder gingen zu Fuß, produzierten kaum Müll und schalteten sogar den Strom ab.

„Diese Grundideen – in der Stadt bleiben und maßvoll leben, ohne sich mit Askese zu strafen – bildeten sozusagen die Philosophie, auf der ich meinen Sieben-Stufen-Plan aufbaute.“
 Seite 38

Fazit und Empfehlung

Ein interessantes Buch, welches mich zum Nachdenken gebracht hat – und das, ohne auf jeder Seite den erhobenen Zeigefinger hervor zu holen. Einige Dinge kann ich so selbst in meinen Alltag einbauen, bei anderen braucht es wohl etwas mehr Überwindung. Ob ich in der nächsten Zeit selbst klimaneutral leben werde? Wahrscheinlich nicht. Ob ich mir mehr Gedanken darüber mache? Auf jeden Fall.

Fakten

Titel: Alles öko! 1 Jahr im Selbstversuch
Autor: Colin Beavan
Übersetzerin: Claudia Feldmann
Verlag: Aufbau Verlag
Reihe: nein
Seitenzahl: 256
Erscheinungsjahr: 2012
ISBN: 978-3-7466-7100-0
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