„Am Rande der Schatten“ von Brent Weeks

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Rezension

Das Buch „Am Rande der Schatten “ von Brent Weeks* ist der zweite Teil der Schatten-Trilogie. Falls du den Vorgängerband „Der Weg in die Schatten“ noch nicht gelesen hast, kommst du hier zur Rezension. Beachte, dass diese Rezension Spoiler für Band 1 enthalten kann.

Inhaltsangabe

Die Ausbildung zum Assassinen hat sich für den ehemaligen Gassenjungen Azoth als überaus schmerzhaft erwiesen, denn sein einstiger Lehrer Durzo Blint und sein bester Freund Logan sind den Machenschaften des Gottkönigs von Khalidor zum Opfer gefallen. So ist es kein Wunder, dass Azoth seiner Profession den Rücken gekehrt hat. Doch dann hört er das Gerücht, dass Logan noch am Leben sein soll und sich versteckt. Und so muss Azoth sich der Frage stellen, ob die Schatten einen jemals wieder loslassen, wenn man sich erst einmal in sie hineinbegeben hat … blanvalet

Die Geschichte beginnt genau dort, wo „Der Weg in die Schatten“ aufgehört hat und folgen daher genau den gleichen Charakteren wie zuvor. Da wäre zum einen Kylar Stern, welcher der Lehrling vom Blutjungen Durzo Blint war. Er ist der Träger des Ka’kari und hat die Eroberung der Stadt überlebt. Auch seine erste große Liebe Elene hat überlebt und die beiden fliehen zusammen mit Durzos Tochter, um in einem anderen Land ein neues Leben zu beginnen. Um dieses neue Leben führen zu können, schwört er für Elene seinem Blutjungendasein ab. Doch das ist nicht so einfach, da Kylar seinen alten Beruf und seine Gewohnheiten nicht einfach so ablegen kann.

Dann gibt es den Handlungsstrang rund um die Assassinin Vi. Sie war bei Durzo Blints größtem Konkurrenten in der Lehre und hat nun vom Gottkönig den Auftrag erhalten, Jarl zu töten. Dieser ist der ehemalige Freund von Kylar und Elene, die zusammen in der Gosse aufgewachsen sind. Jarl ist mittlerweile das Oberhaupt des Untergrunds und ist daher eine Gefahr für den Gottkönig. Vi möchte Jarl jedoch nicht töten, da er einer der wenigen ist, der sie nicht körperlich und psychisch ausgenutzt hat. Sie muss jedoch dem Gottkönig irgendwas – oder besser gesagt irgendwen – liefern und macht sich auf die Suche nach Kylar.

Der dritte Handlungsstrang folgt Logan Gyre. Er war der Anwärter auf den Königsthron. Alle halten ihn für tot, da es einen Anschlag auf ihn und seine Frau gegeben hat, jedoch ist er nicht tot, sondern in dem Loch gefangen. Das ist der fieseste Teil des Gefängnisses, in das nur die schlimmsten der schlimmsten Verbrecher hineingeworfen werden. Dort versucht er irgendwie zu überleben und schmiedet zeitgleich Fluchtpläne.

Im ersten Teil des Buches geht es hauptsächlich darum, dass jeder Charakter für sich genommen mit seinen eigenen Schwächen und Stärken umgehen muss. Alle drei müssen sich mit ihrer Situation abfinden, kämpfen mit Gewissensbissen und wollen die richtige Entscheidung treffen. Kylar hat das Problem, dass er jetzt eigentlich das Leben führt, was er immer haben wollte: die Familienidylle mit Elene und Durzos Tochter an einem sicheren Ort. Er merkt jedoch, dass ihm das nicht liegt und dass er sein Dasein als Blutjunge vermisst. Vi hat das Problem, dass sie keinem Menschen traut, da sie so oft ausgenutzt und benutzt wurde, vor allem von ihrem Lehrmeister. Sie hat daher gelernt, ihren Körper zu benutzen, um an ihr Ziel zu kommen. Vi muss jedoch verstehen, dass sie mehr ist als das und dass sie manchmal doch anderen Menschen vertrauen kann und soll. Logan hingegen hat eher mit dem Gegenteil zu kämpfen. Er war immer der Vorzeigemann, privilegiert und gut ausgebildet. Nun sitzt er mit Schwerstverbrechern in einem Loch und merkt, dass an diesem Ort gar nicht mehr so viele Unterschiede zwischen ihm und den anderen vorhanden sind. Logan muss also verstehen, dass auch in ihm eine Schattenseite ist, die er jedoch nutzen muss, um aus dem Loch fliehen zu können.

Im weiteren Verlauf der Geschichte geht es dann wieder eher um die Handlung an sich. Es müssen Schlachten ausgetragen werden. Das große Ganze, das hinter all dem Krieg steckt, wird langsam aufgedeckt. Es wird also spannender und actionreicher.

Fazit und Empfehlung

Alles in Allem fand ich „Am Rande der Schatten“ wirklich gut. Es konnte in meinen Augen mit dem ersten Band der Trilogie mithalten und ich bin gespannt, was der finale Teil zu bieten hat. Bisher kann ich die Schatten-Trilogie allen Fans des Genres Fantasy empfehlen.

Fakten

Titel: Am Rande der Schatten
Autor*in: Brent Weeks
Übersetzer*in: Hans Link
Verlag: blanvalet
Reihe: Schatten-Trilogie #2
Seitenzahl: 704
Erscheinungsjahr: 2010
ISBN: 978-3442266296
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