BÜCHERREGAL | Im Test: der eReader ICARUS Illumina (E653-Serie)

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Heute möchte ich dir meinen neuen eReader vorstellen: den ICARUS Illumina aus der E653-Serie. Der eReader wurde mir freundlicherweise von der Firma ICARUS kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt. Ein herzliches Dankeschön nochmals an dieser Stelle!

ICARUS Illumina Testbericht

Technische Daten

Die technischen Daten sind so auf der Internetseite zu finden. Ich besitze den eReader in schwarz, es gibt ihn aber auch in rot und weiß. Zudem habe ich die limitierte Edition mit 8GB internem Speicher statt der üblichen 4GB.

Bildschirm 6″ E-Ink Pearl HD   |   1024×768   |   Touchscreen (multi-touch)
Prozessor 1Ghz Dual Core Prozessor mit 512MB RAM
OS   Android 4.2.2 Jelly Bean
Speicher 4Gb interner Speicher   |   Erweiterbar mit Micro SD Karte (bis zu 32Gb)
Konnektivität USB 2.0   |   WLAN 802.11 B/G/N
eBook-Formate PDF, FB2, EPUB, RTF, MOBI, TXT, HTM
Bildformate JPG, BMP
Batterie 2000mAh, Tausende Seiten am Stück lesen
Lesefunktionen  „Gehe zu Seite“, Textsuche, Seiten-Einstellungen, Lesezeichen-Verwaltung, Inhaltsverzeichnis, Bildschirm drehen, Slideshow, Informationen, Wörterbuch
Applikationen Datei-Manager, Web Browser, Image Viewer, Bibliothek, Vor kurzem gelesen
Maße und Gewicht 118 x 168 x 9mm, 197gr.

ICARUS Illumina Testbericht Startseite

So sieht die Startseite des eReaders aus.

Der erste Eindruck

Der eReader kam gut und sicher verpackt bei mir zu Hause an. In dem Karton waren enthalten: der eReader, ein USB-Kabel zum Anschließen an den Computer, ein Quick Start Guide, die Garantiekarte und die Anleitung. Alles, was man so braucht, und nicht noch irgendwelcher unnötiger Firlefanz. Das fand ich sehr gut! Ebenfalls gefiel mir, dass der eReader direkt aufgeladen bei mir ankam, sodass ich ihn sofort nutzen konnte.

Der ICARUS Illumina ist sehr gut verarbeitet und sieht auch toll aus. Er ist aus mattem, schwarzen Plastik, welches sich gut anfühlt. Durch seine gummierte Oberfläche rutscht er nicht so schnell aus der Hand. Er ist etwas schwerer als mein Kindle 4, ich kann jedoch damit noch problemlos lesen, ohne dass er mir zu schwer wird. Unten am eReader sind von links nach rechts zu finden: ein Micro SD Karten Slot, in der Mitte der Micro-USB-Anschluss zum Aufladen und Verbinden mit dem PC und rechts der Powerknopf. An beiden Seiten sind die Tasten zum vor- und zurückblättern angebracht, wodurch eine einhändige Bedienung mit der linken als auch der rechten Hand gewährleistet wird. Links gibt es zusätzlich einen Knopf zum Aktualisieren der Seite, rechts die Zurück-Taste.

Das E-Ink Display sieht sehr gut aus. Zu Beginn ist die Aktualisierungsrate der Seite auf fünf Sekunden eingestellt, die kann man jedoch selbst in den Einstellungen hoch- oder runterschrauben. Das Shadowing (sprich: die vorherige Seite ist nach dem Blättern noch ein wenig sichtbar) ist minimal. Die Beleuchtung ist individuell einstellbar und das Licht verteilt sich gut über den Bildschirm. Unten sind minimal Lichthöfe erkennbar (kleine Schatten), welche mich aber kaum stören, da dort die Statusleiste ist. Durch die verschiedenen Helligkeitsstufen kann man bei vielen Lichtverhältnissen lesen. So ist es auch kein Problem, draußen bei strahlendem Sonnenschein den eReader zur Hand zu nehmen und zu lesen.

 ICARUS Illumina Testbericht Minimale BeleuchtungICARUS Illumina Testbericht Maximale Beleuchtung

Das Handling

Die Bedienung ist sehr intuitiv. Ich habe mich direkt sehr gut zurechtgefunden. Das kann natürlich auch daran liegen, dass ich schon einen eReader habe (den Kindle 4 ohne Touchscreen) und ein Smartphone mit dem Android-Betriebssystem habe. Am Anfang hatte ich ein paar Probleme mit dem App Store, doch nach dem Neustart klappte es dann ohne Probleme. Leider kann ich aber immer noch nicht von der Startseite des App Stores aus nach Apps suchen, sondern muss dazu in eines der Untermenüs klicken.

Der Touchscreen arbeitet gut und flüssig. Das Umblättern durch Streichen über den Bildschirm oder via Tippen auf die linke bzw. rechte Bildschirmseite klappt nicht immer so wie ich es möchte, aber das liegt wahrscheinlich an der fehlenden Übung. Den Knopf zum aktualisieren der Seite finde ich sehr hilfreich, falls das Shadowing doch zu stark wird. Ebenfalls hilfreich ist er, wenn man sich z.B. Notizen macht, denn der eReader kommt nicht immer so schnell nach mit dem Anzeigen des soeben getippten Textes. Zwischendurch hatte ich leider Probleme mit dem eReader, dass er sich aufgehangen hat, aber das hat sich nun auch gegeben. Zudem kann man ihn meist recht schnell durch längeres Drücken des Powerknopfs neustarten.

Was mich besonders reizt

Vielleicht fragst du dich nun, warum mich dieser eReader so besonders gereizt hat, wenn ich doch schon einen eReader besitze. Mein Interesse begründet sich hauptsächlich auf einen Aspekt: das Android-Betriebssystem. Wie du sicherlich weißt, bin ich Vielnutzerin der E-Book-Ausleihe Skoobe. Da die App von den Kindle-Geräten nicht unterstützt wird, musste ich bisher immer über mein Smartphone lesen. Für kurze Zeit ist das auch okay, aber eigentlich mag ich es nicht, Bücher über „herkömmliche“ Bildschirme zu lesen, da ich dann schnell Kopfschmerzen bekomme. Im Moment ist die App noch nicht von ICARUS vorinstalliert, aber die Installation ist auf der Internetseite erklärt und lässt sich zügig durchführen. Das Lesen über die App ist beim ICARUS Illumina einfach und alles läuft flüssig. Ich bin wirklich begeistert!

ICARUS Illumina Testbericht Skoobe

Zusätzlich zu den vorinstallierten Apps, wie zum Beispiel die Kindle-App von Amazon, kann man über den ICARUS App Store noch weitere Apps installieren. Ich habe die Gelegenheit genutzt und mir Evernote sowie Trello heruntergeladen, da ich beide Apps zum Organisieren meines Blogs und für die Rezensionsnotizen nutze. Das Herunterladen der Apps durch den App Store war nicht immer direkt möglich, da musste ich ein wenig Geduld mitbringen und es immer wieder versuchen.

ICARUS Illumina Testbericht Apps

Im Dauereinsatz

Ich teste den ICARUS Illumina nun seit Mitte Februar und bin sehr begeistert von ihm. Der Akku hält recht lange, wenn man daran denkt, das WLAN unterwegs auszuschalten und die Beleuchtung auf ein Minimum zu reduzieren. Das Aufladen des eReaders ist einfach und geht flott. Da ich einen externen Akku für mein Handy benutze, den ich sowieso dabei habe, wäre es für mich auch nicht schwierig, den eReader unterwegs aufzuladen.

Mein Fazit

Der ICARUS Illumina ist in meinen Augen ein guter eReader mit vielen Vorzügen und ein paar Schwächen. Auf der positiven Seite steht auf jeden Fall das Betriebssystem, welches es möglich macht, Apps auf dem Reader zu installieren. Da liegt aber auch einer der wenigen Knackpunkte: Die Installationen sind nur mit viel Geduld und nach dem „trial and error“-Prinzip möglich. Zwischendurch bin ich regelrecht verzweifelt. Ansonsten läuft der eReader aber flüssig und das Lesen klappt problemlos. Man kann viele verschiedene Einstellungen vornehmen und ihn dadurch indiviualisieren.

ICARUS Illumina Testbericht Einstellungen

Wenn du also abgesehen von Skoobe vielleicht keine anderen Apps installieren möchtest oder viel Geduld mitbringst, dann kann ich dir den eReader definitiv empfehlen! Ich benutze ihn gerne und auch häufig, da er beim Pendeln praktischer ist als ein Printbuch. Zudem finde ich die Kombination aus Touchscreen und den Tasten sehr gut, denn dadurch wird die Bedienung besonders leicht.


Das Produkt wurde mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Der Beitrag spiegelt meine persönliche Meinung wider.

4 Kommentare

  1. Vielen Dank für diesen ehrlichen Testbericht. Mich reizt am Icarus auch vor allem das Betriebssystem, das die Instalation von Apps ermöglicht. Leider habe ich genau das befürchtet, was Du nun bestätigst; nämlich dass die App-Instalation etwas hakelt. Vielleicht gibt es ja aber bald ein Update, nach dem es besser läuft. Ich werde die Entwicklung beim Icarus auf jeden Fall im Auge behalten.
    Ich wünsche Dir frohe Ostern!
    Kerstin

  2. Danke für den tollen Test :) Für mich wäre der Reader nur für Skoobe interessant. Damit könnte ich es auch wieder nutzen. Mit meinem Tablet bekomme ich schon nach einer halben Stunde Kopfschmerzen.

    Wie lange hält der Akku denn ungefähr? Kann man mehrere Stunden am Stück lesen? Kann man so wie beim Kindle ganze Sätze markieren?

    Liebe Grüße :)

    • fraencisdaencis sagt

      Gerne doch :)

      Der Akku hält schon lange. Also du kannst definitiv mehrere Stunden am Stück lesen, vor allem, wenn du die Beleuchtung auf ein Minimum gestellt hast – was meistens auch ausreicht. Das mit dem Markieren von Sätzen habe ich bisher noch nicht ausprobiert, weil ich das auch bei meinem Kindle nicht nutze :D Jetzt habe ich es mal extra für dich ausprobiert. Ich habe ein wenig gebraucht, aber ja, man kann ganze Sätze markieren ;)

      Liebe Grüße,
      Fraencis

  3. Vielen lieben Dank! Das hört sich toll an :) Vielleicht kaufe ich mir diesen Reader irgendwann einmal als Zweitgerät, um Skoobe nutzen zu können. Ich habe auch einen Kindle Paperwhite.

    Liebe Grüße :)

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