„Depression abzugeben: Erfahrungen #ausderklapse“

In seinem Buch „Depression abzugeben: Erfahrungen #ausderklapse“ beschreibt Uwe Hauck seinen Weg vom Suizidversuch in die Psychiatrie. Daher ist es angebracht, Triggerwarnungen auszusprechen für die Themen Depression und Suizid.

Inhaltsangabe

Seelische Erkrankungen verschleppt man oft und das kann schiefgehen. Uwe Hauck möchte über das Tabuthema Depressionen aufklären, den Betroffenen die Angst vor Psychiatrien nehmen und einen Einblick in das geben, was einem in der Klapse erwartet. Offen, schonungslos und unterhaltsam lässt er uns an seinem Therapieverlauf teilnehmen und spart nicht mit Anekdoten über Beschäftigungsmaßnahmen, wie Korbflechten, Maltherapien oder Ausdruckstänzen. Denn die Klapse ist nichts anderes als ein Krankenhaus für gebrochene Seelen, und eigentlich sind in der Klapse eher normale Menschen, die mit dem Wahnsinn da draußen nicht mehr fertig werden, so der Autor. Bastei Lübbe

Rezension

Uwe Hauck ist schon während der Zeit in der Psychiatrie offen mit seiner Erkrankung umgegangen. Aus der Einrichtung twittert er seine Erlebnisse unter #ausderklapse und vermittelt mit seinen Tweets schon einen Eindruck in den Klinikalltag. Doch auch nach der Entlassung redet er immer wieder über Depressionen und entschließt sich dazu, ein Buch zu schreiben. Seine Tweets sind immer wieder in dem Buch miteingebaut, um schon Gesagtes noch einmal zu untermauern.

Ohne viele Umschweife steigt der Autor in seine Erinnerungen ein und schildert, wie es dazu kam, dass er eines Tages einen Suizidversuch unternahm. Obwohl er nicht auf die Tränendrüse drückt, sondern es eher schlicht beschreibt, ist es schon emotional zu lesen. Sein Schreibstil gefiel mir gut, weil er kein Blatt vor den Mund nimmt, dabei aber nicht zu derb wird. Uwe Hauck schont jedoch seine Leser*innen nicht und zeigt einen tiefen Einblick in seine Gedankenwelt.

Eigentlich bin ich noch kräftig auf der Fehlersuche, warum alles so schiefgegangen ist. Wenn man einmal den Tod als Ausweg gesehen hat, wird dieser Pfad einen nie mehr ganz verlassen. Nur die Schlösser für das Tor werden dicker.

S. 41 aus „Depression abzugeben: Erfahrungen #ausderklapse“

Fazit und Empfehlung

In dem Buch „Depression abzugeben: Erfahrungen #ausderklapse“ beschreibt Uwe Hauck, wie er nach dem Suizidversuch wieder auf die Beine gekommen ist. Er lässt weder Höhepunkte noch Tiefschläge aus, sodass er ein ausführliches Bild seiner Erfahrungen zeichnet.

Fakten

  • „Depression abzugeben: Erfahrungen #ausderklapse“ von Uwe Hauck
  • Bastei Lübbe
  • 432 Seiten
  • 2017 erschienen
  • ISBN: 978-3404609222
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