„Der Bruder des Königs und 20 weitere Kurzromane“ | Kurzrezension

Werbung | Rezensionsexemplar

Nachdem ich schon die von George R. R. Martin und Gardner Dozois herausgegebene Kurzgeschichtensammlung „Königin im Exil und 20 weitere Kurzromane“ gelesen hatte, war ich natürlich auch an der Kurzgeschichtensammlung über Schurken und Halunken interessiert.

Fakten zu „Der Bruder des Königs und 20 weitere Kurzromane“

  • „Der Bruder des Königs und 20 weitere Kurzromane“, herausgegeben von George R. R. Martin und Gardner Dozois
  • übersetzt von Andreas Helweg und Andreas Kasprzak 
  • 2016 erschienen bei penhaligon
  • 1056 Seiten
  • ISBN: 9783764531751

Zusammenfassung

Für die Zusammenfassung einmal aufklappen, bitte! Schurken sind in der Literatur oft beliebt, manchmal stehen sie sogar über den eigentlichen Held*innen der Geschichte. „Der Bruder des Königs und 20 weitere Kurzromane“ beinhaltet daher 21 Kurzgeschichten, die sich allesamt rund um die Schurken und Halunken drehen.

Meine Meinung

Bei Kurzgeschichtensammlungen ist es oft so, dass einem nicht jede Geschichte gefallen wird. Manche Genres oder auch der Schreibstil mancher Autor*innen sagen einem einfach nicht zu und das ist auch vollkommen in Ordnung. Umso überraschter war ich, als ich am Ende bemerkt habe, dass ich der Sammlung im Ganzen 4 Sterne gegeben habe.

„Der Bruder des Königs und 20 weitere Kurzromane“ startete mit der Kurzgeschichte „Harte Zeiten allerorten“ von Joe Abercrombie, von dem ich bisher noch nichts gelesen hatte. Die Geschichte hat mir aber so gut gefallen, dass ich ihr 5 Sterne gegeben habe.

Die zweite Geschichte „Die unheimlichen Geschehnisse in Carterhook Manor“ von Gillian Flynn hingegen war nichts für mich, da das Genre einfach nicht meins war und bekam daher 2 Sterne von mir. Von Gillian Flynn habe ich bisher noch nichts gelesen und ich denke, das wird nach dieser Kurzgeschichte auch so bleiben.

„Das Wirtshaus der sieben Segen“ von Matthew Hughes  war noch viel weniger meine Geschichte und es war schnell klar, dass ich nur 1 Stern vergeben kann. Auch die nächste Geschichte – „Tillie“ von Joe R. Lansdale – konnte mich nicht überzeugen und hat 2 Sterne bekommen. Die Geschichte war okay, aber mehr auch nicht.

Dahingegen fand ich die nächsten Geschichten umso besser: „Der Fall Petticoats“ von Michael Swanwick hat 4,5 Sterne von mir bekommen, „Provenienz“ von David W. Ball, „Die Goldenen Zwanziger“ von Carrie Vaughn und „Ein Jahr und ein Tag im alten Theradane“ von Scott Lynch bekamen sogar 5 Sterne. Von Scott Lynch würde ich auch definitiv noch mehr lesen.

„Mit Pauken und Trompeten“ von Bradley Denton hat mir auch gut gefallen, es hat aber „nur“ für 4 Sterne gereich. „Schwermetall“ von Cherie Priest war unglaublich schräg, aber zeitgleich wirklich interessant und bekam ebenfalls 4 Sterne. „Liebe ist…“ von Daniel Abraham hat mich wieder voll und ganz überzeugen können und ich habe 5 Sterne vergeben.

Die nächste Kurzgeschichte „Eine bessere Art zu sterben“ von Paul Cornell hingegen hat mir wieder nicht gut gefallen (2 Sterne). Noch weniger gefallen hat mir „Unsichtbar in Tyros“ von Steven Saylor, welche von mir nur 1 Stern bekommen hat.

Danach kam wieder eine sehr gute Geschichte, und zwar „Die Fracht aus Elfenbein“ von Garth Nix. Achterbahnmäßig ging es wieder runter zu einer 1-Sterne-Geschichte mit dem Titel „Diamanten aus Tequila“ von Walter Jon Williams. Die letzten sechs Kurzgeschichten bekamen jedoch allesamt wieder fünf Sterne von mir: „Die Karawane nach nirgendwo“ von Phyllis Eisenstein, „Der seltsame Fall der toten Ehefrauen“ von Lisa Tuttle, „Wie der Marquis seinen Mantel zurückbekam“ von Neil Gaiman, „Jetzt im Kino“ von Connie Willis, „Der Blitzbaum“ von Patrick Rothfuss und „Der Bruder des Königs“ von George R. R. Martin.

Fazit

Für eine Kurzgeschichtensammlung war „Der Bruder des Königs und 20 weitere Kurzromane“ nicht ganz so durchwachsen wie ich es erwartet hatte. Zwar waren einige Geschichten dabei, die mir überhaupt nicht zugesagt haben, doch es gab mehr Geschichten, die mich wirklich von sich überzeugen konnten. Zudem habe ich einige für mich neue Autor*innen entdeckt, von denen ich gerne noch mehr lesen möchte!

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