„Die Herren der Grünen Insel“ von Kiera Brennan

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Rezension

Die Herren der Grünen Insel Kiera Brennan Rezension Irland George R. R. Martin Diana Gabaldon https://fraencisdaencis.deKiera Brennans Buch „Die Herren der Grünen Insel“ wurde als eine Mischung aus George R. R. Martin und Diana Gabaldon bezeichnet. Bei mir hat diese Werbung sehr gut gewirkt und ich war neugierig darauf, ob das Buch tatsächlich an die Bücher von den beiden großen Schriftstellern heranreicht, die beide zu meinen Lieblingsautor_innen gehören. Und als ich dann noch sah, dass der Handlungsort Irland ist, war es um mich geschehen…

Inhaltsangabe

Irland 1166: Die Grüne Insel ist in viele kleine Reiche zersplittert, die sich unerbittlich bekriegen. Könige fechten langjährige Fehden aus, und selbst die friedliebendsten Untertanen werden in den blutigen Machtkampf hineingezogen. Zugleich droht ein gemeinsamer Feind in Irland einzufallen: Henry Plantagenet will die Insel an sich reißen. Werden sich die Herren der Grünen Insel vereinen und sich gegen den König von England stellen? Und welche Rolle spielen der grausame Krieger Ascall und die von ihm entführte Caitlín in diesem Kampf um Macht und Blut? – Blanvalet

Als erstes fiel mir Kiera Brennans bildhafter und für mich sehr ansprechender Schreibstil auf. Er machte es mir leicht, mich in dem mir – leider noch unbekannten – Irland zurechtzufinden. Schnell hatte ich eine Vorstellung davon, wie es an den Handlungsschauplätzen des Romanes aussah, wodurch mir das Lesen der Geschichte leichter fiel.

Auch an die verschiedenen Namen, die je nach „Schwierigkeitsgrad“ und historischem Hintergrund entweder in der anglisierten Schreibweise oder der gälischen auftauchten, gewöhnte ich mich rasch. Es gibt zudem ein Personenverzeichnis im Anhang, in dem gegebenenfalls dabei steht, wie einzelne Namen auszusprechen sind.

Leider gab es jedoch Aspekte des Romans, die für mich verwirrender waren. Zum Beispiel, wer nun was für ein König war und welcher König in der Hierarchie weiter oben stand als die anderen. Da hätte mir eine Karte mit den Gebieten und ihren Königen sowie eine Grafik der Hierarchien mit den Namen weitergeholfen. Es gibt zwar vorne und hinten jeweils eine Grafik, einmal eine Karte Irlands und einen Baum, der die Hierarchie der Könige aufzeichnet, nur stehen dort keine Namen bei.

„Du hast einmal gesagt, dass die Insel so grün wie die Krone eines Baumes ist, der aus dem Meer wächst. Die vielen Blätter, die aus dem Geäst sprießen, stehen für die Herren der tuatha, der einzelnen Stämme. Früher trugen diese Herren den Titel des rí tuaithe, des Kleinkönigs, heute werden sie nur dux genannt. Die einzelnen Zweige wiederum stehen für den ruirí, den Großkönig, der mehrere Stämme unter sich vereinigt.“
„Genau“, sagte Riacán, „und der Ast, auf dem die Zweige wachsen, ist gleichsam des rí ruireg, der König der großen Provinzen. Er steht über den Großkönigen.“
„Und der Stamm des Baumes steht für den ard rí, für Irlands Hochkönig“, fuhr Éamonn eifrig fort.
Seite 29

Die Handlung hat mir aber trotz der verwirrenden Anzahl an Königen gut gefallen. Es gab viel Abwechslung, einige überraschende Wendungen und die ein oder andere Schlacht. Auch die Intrigen kamen in dem Roman nicht zu kurz. Ich fand es sehr interessant zu sehen, wer mit wem kooperiert und wer wen verrät, nur um dieses oder jenes Ziel zu erreichen. Aber ob das auch alles so klappt? Mitfiebern konnte ich also mehr als genug bei dem fast tausend Seiten umfassenden Buch.

Fazit und Empfehlung

Ein wunderbarer Schreibstil trifft auf eine Handlung voller Intrigen und Krieg. Der Vergleich zu George R. R. Martin und Diana Gabaldon ist gerechtfertigt – und dennoch ist es ein ganz eigenes Buch mit einer eigenen Klasse. Empfehlenswert!

Fakten

Titel: Die Herren der Grünen Insel
Autorin: Kiera Brennan
Verlag: Blanvalet
Reihe: Band 1
Seitenzahl: 960
Erscheinungsjahr: 2016
ISBN: 978-3-7645-0559-2
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