Hallo.

Da bin ich wieder. Die eingelegte Pause war nicht geplant, aber die Luft war bei mir leider raus. Nicht nur, was das Lesen, Bloggen und Vloggen anging, sondern auch die Uni betreffend. Obwohl mein sechstes Semester eigentlich sehr entspannt ist, hatte ich einfach einen Durchhänger. Aber damit soll ab heute Schluss sein.

In den letzten Wochen habe ich mich wenig bis gar nicht um mein psychisches und physisches Wohlergehen gekümmert. Ich habe mich nicht gut ernährt, mich wenig bewegt und nicht mehr meditiert. Als ich dann Samstag so richtig schlimme Kopfschmerzen zusammen mit Übelkeit hatte und nichts mehr ging, wusste ich: Ich muss was ändern. Und damit habe ich heute Morgen auch begonnen.

Zunächst einmal versuche ich wieder, früh aufzustehen. Ich brauche normalerweise sehr lange zum Aufstehen, aber es gelingt mir in den frühen Morgenstunden definitiv besser als später. Statt wie sonst neun bis zehn Stunden zu schlafen (als Studentin ohne Anwesenheitspflicht am Vormittag ist „ausschlafen“ sehr verlockend), peile ich jetzt sechs bis sieben an. Das ist absolut ausreichend und damit komme ich morgens um halb sechs auch definitiv aus dem Bett.

Das Meditieren hat mir ebenfalls in den letzten Wochen gefehlt. Ich finde es nicht nur angenehm, mit zehn Minuten „Stille“ und Achtsamkeit in den Tag zu starten, sondern beende den Tag auch gerne mit einer Einschlafmeditation, die meine allabendliche Gedankenspirale zuverlässig zum Verstummen bringt. Also habe ich heute Morgen mich nach dem Aufstehen auf den Boden gesetzt und zehn Minuten meditiert. Ich nutze dafür eine App, in der es Basis-Übungen gibt sowie speziellere Themen zum Vertiefen.

Danach habe ich mich mit meinem Kaffee an den Tisch gesetzt und Morning Pages geschrieben. Das Konzept stammt aus dem Buch „The Artist’s Way“ von Julia Cameron, welches ich aber noch nicht gelesen habe. Im Groben geht es darum, morgens, bevor man irgendwie von Einflüssen gelenkt wird (z.B. vom Smartphone…), seine Gedanken auf drei Seiten Papier zu bringen. Vor allem für kreative Menschen soll dieser Prozess hilfreich sein; ich denke aber, dass viele von den Morning Pages profitieren können. Für mich ist die Kombination aus früh aufstehen, meditieren und Morning Pages während des ersten Kaffees ein ruhiger und angenehmer Start in den Tag.

Danach wird es aktiver, denn es geht zum Sport. Den habe ich auch schmerzlich vermisst, aber ich konnte mich einfach nicht aufraffen. Der innere Schweinehund ist manchmal eben ein gemeines Tier. Heute Morgen war das Training noch einigermaßen angenehm, da es darum ging, einen Maßstab für die weiteren Einheiten zu setzen. Ab morgen geht es dann richtig los. Ich habe einen Trainingsplan ohne Equipment gewählt, da ich in einem Monat nach Hause fahre und dort keine Geräte o.ä. habe.

Zwei Dinge, die ich heute noch nicht gemacht habe, die mir aber auch wichtig sind, werde ich hier noch ansprechen. Zum Einen möchte ich wieder Yoga machen. Viele finden „Yoga with Adriene“ gut und daher werde ich einige ihrer Yoga-Sequenzen für Anfänger*innen ausprobieren. Ich habe vor Jahren schon mal Yoga gemacht und möchte nun herausfinden, ob es immer noch etwas ist, was mir Spaß macht.

Das zweite, was ich heute noch nicht durchziehen konnte, ist die Ernährung. Ich habe mich in der Fastenzeit überwiegend vegan ernährt (überwiegend daher, da ich zum Teil zu Hause war und dort nicht immer auf tierische Produkte verzichten konnte). Dabei habe ich gemerkt, dass es mir viel besser geht mit dieser Ernährungsform. Da ich aber noch ein paar Lebensmittel im Kühlschrank habe, die nicht vegan sind, werde ich diese heute noch aufessen, bevor ich morgen wieder mit der veganen Ernährung durchstarte.

Die Energie, die ich aus dem heutigen Start in den Tag gezogen habe, habe ich heute Mittag dazu verwendet, nicht nur ein lang aufgeschobenes Telefonat zu führen, sondern auch endlich wieder ein Buch zu lesen. „Frostkiller“ von Jennifer Estep hatte ich schon vor drei Wochen angefangen und ich konnte es heute endlich beenden. Das Buch ist ein würdiger Abschluss für die Reihe, auch wenn es eine weitere Reihe in dem Universum gibt – auf die ich mich im Übrigen auch freue!

Ich hoffe, dass ich durch das „öffentlich machen“ dieser Routine auch ein wenig den Druck bekomme, mich wirklich daran zu halten. Denn auch wenn ich leichter um halb sechs aus dem Bett komme als um acht Uhr morgens, ist es immer noch ein ziemlicher Kraftakt

Habt ihr auch „Energiebringer“, ohne die euer Leben ein wenig aus dem Gleichgewicht gerät?

2 Kommentare bei „Hallo.“

  1. Hallo :) Wie toll, dass du es geschafft hast, dich allein wieder aufzuraffen. So ein Motivationsloch kann echt hart sein, aber du hast bereits den ersten Schritt getan.
    Frühes Aufstehen gehört für mich definitiv zu den wichtigsten Energiebringern. Später am Tag ist bei mir einfach die Luft raus und besonders die Abende möchte ich lieber entspannt verbringen.
    Ich wünsche dir ganz viel Erfolg mit deinen Vorhaben und hoffe in meinem Kommentar viel moralische Unterstützung durchklingen zu lassen! :)
    Liebe Grüße
    Lisa

    1. Hallo Lisa :)
      Danke für deinen lieben Kommentar!
      Die Abende sind für mich auch zur Entspannung da, ich kann da kaum noch was Produktives machen.
      Die moralische Unterstützung kam an, danke :)
      Liebe Grüße
      Fraencis

Schreibe einen Kommentar

*