„Krieg der Klone“ von John Scalzi

„Krieg der Klone – Die Trilogie“ von John Scalzi* ist ein Sammelband der ersten drei Bücher der gleichnamigen Science Fiction-Reihe. Bevor ich das Buch als Rezensionsexemplar angefragt habe, hatte ich schon viel Gutes über den Autoren gehört. Da ich im Moment am liebsten nur noch Science Fiction lesen möchte, passte „Krieg der Klone“ gerade ganz gut zu meiner Leselaune.

Inhaltsangabe

In ferner Zukunft wird der interstellare Krieg gegen Alien-Invasionen mit scheinbar bizarren Mitteln geführt: Für die Verteidigung der Kolonien weit draußen im All werden nur alte Menschen rekrutiert. So wie John Perry, der mit 75 noch einmal einen neuen Anfang machen will. Doch bald erfährt er das wohlgehütete Geheimnis: Das Bewusstsein der Rekruten wird in jüngere Klone ihrer selbst übertragen, die als unerschöpfliches Kanonenfutter in den Kampf geschickt werden … Heyne

Die Menschheit hat mehrere Planeten erobert und mit Kolonien besiedelt. Diese Kolonien bestehen aus Bewohner*innen der ärmeren Länder auf der Erde, die auf dem Planeten versuchen, ein neues Leben aufzubauen. Um diese Kolonien vor den unzähligen anderen Spezies in der Galaxie zu verteidigen, hat die Koloniale Union die Koloniale Verteidigungsarmee aufgestellt. Diese setzt sich aus Rekrut*innen aus den reicheren Industrienationen der Erde zusammen, welche an ihrem 75. Geburtstag eingezogen werden, sofern sie sich vorher dazu gemeldet haben. Zu diesem Zeitpunkt wissen die angehenden Soldat*innen nur, dass sie weiterleben werden als eine jüngere Version von sich selbst. Wie genau das jedoch funktioniert, wissen die Rekrut*innen nicht, doch viele lassen sich auf diese Ungewissheit ein. Sobald sie eingezogen werden, kommen sie auf ein Raumschiff, welches sie zu der Basis der Kolonialen Union bringen soll. Da erfahren die Menschen, dass ihr Bewusstsein in einen modifizierten Klon von sich selbst transferiert wird.

Am Anfang des Buches lernt man John Perry kennen, der an seinem Geburtstag eingezogen wird und seine Reise ins Weltall antritt. Auf dem Weg zum Ausbildungscamp trifft er seine Mitrekrut*innen. Mit sechs weiteren angehenden Soldat*innen, die er im Raumschiff getroffen hat, bildet er die Gruppe die Alten Scheißer. Daran lässt sich schon gut der Humor erkennen, der im Verlauf der Geschichte immer sehr präsent ist. Zeitgleich mit dem Protagonisten erfährt man häppchenweise immer mehr über die Koloniale Union, ihre Verteidigungsarmee und Politik.

Schon kurz nach der Ausbildung zum Soldaten geht es für John Perry Schlag auf Schlag und als Leser*in folgt man immer nur Ausschnitten aus seinem Soldatenleben. Diese Ausschnitte sind meist spannungsgeladen und schaffen es dabei, kurz zu rekapitulieren, welchen Zeitraum und welche Handlungen der*die Leser*in nun verpasst hat. Der Protagonist wird direkt zu verschiedenen Einsätzen geschickt, die nicht gerade einfach sind. So lernt man jedoch relativ schnell einige relevante Spezies kennen. Aufgrund seiner außergewöhnlichen Einsätze, in denen er immer einen kühlen Kopf bewahrt und viel Geschick beweist, wird John Perry relativ schnell befördert, sodass er irgendwann sogar zu der Spezialeinheit „Die Geisterbrigade“ gelangt, in der sonst nur spezielle Soldat*innen kämpfen.

Der Fokus der Trilogie liegt nicht unbedingt auf den Charakteren an sich, sondern an dem Universum an sich: Wie ist das Zusammenspiel zwischen den Spezies, welche Kriegseinsätze gibt es, welche Pläne verfolgt die Koloniale Union, etc.? Persönliche Beziehungen spielen nur untergeordnete Rollen, ebenso die Charakterentwicklung, die jedoch dennoch vorhanden ist. Ich persönlich mochte den handlungsorientierten Aufbau der Trilogie sehr, da so nur die spannenden Szenen erzählt werde und so ein längerer Zeitrahmen abgedeckt werden kann. Mit jedem Buch in der Trilogie erfährt man immer mehr, welche Machenschaften im Universum am Gange sind. Dadurch wurde es nie langweilig. Immer mehr Details wurden deutlich und der Fokus wurde immer breiter, sodass die Zusammenhänge deutlicher wurden. Durch den besonders auffallenden Humor des Autoren war die Geschichte nicht nur actionreich, sondern zeitgleich auch unterhaltsam. Abzug gab es jedoch für ableistische Aussagen im Buch, ohne dass diese kritisch kommentiert wurden.

Fazit und Empfehlung

Wenn du mehr Wert auf das Universum in einem Science Fiction Roman legst als auf die Charakterentwicklung und der Humor nicht zu kurz kommen darf, dann solltest du dir „Krieg der Klone“ eventuell mal anschauen.

Fakten

Titel: Krieg der Klone – Die Trilogie
Autor*in: John Scalzi
Übersetzer*in: Bernhard Kempen
Verlag: Heyne
Reihe: Krieg der Klone, Band 1-3
Seitenzahl: 976
Erscheinungsjahr: 2016
ISBN: 978-3453317765
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