LESERUNDE | “Das Schicksal ist ein mieser Verräter” von John Green | Dritter Meilenstein

Wie schon angekündigt mache ich bei Ankas Leserunde zu dem Buch Das Schicksal ist ein mieser Verräter von John Green mit. Für das ganze Buch wurde kein Zeitlimit vorgegeben, aber das Buch an sich wurde in kleine “Meilensteine” eingeteilt, nach denen man ein Fazit aufschreiben sollte. Der erste Meilenstein ist nach Kapitel 4 erreicht und der zweite Meilenstein nach Kapitel 10. Nun bin ich schon bei Kapitel 16 angelangt und es wird Zeit, mein Fazit zum dritten Meilenstein aufzuschreiben.
ACHTUNG! Es kann sein, dass in dem nachfolgenden Text SPOILER enthalten sind! Wenn ihr nicht gespoilert werden wollt, dann lest bitte nicht weiter!

Dritter Meilenstein

Es fiel mir auch dieses Mal wieder schwer, das Buch aus der Hand zu legen, um mein Fazit nieder zu schreiben. Doch das ist nicht das Schwierigste, ich finde es nämlich nahezu unmöglich in Worte zu fassen, wie ich das Buch finde.

In diesem dritten Abschnitt kam der Wendepunkt der Geschichte: Gus’ Krebs ist wieder gekommen und Heilungschancen hat er keine. Eigentlich war eine solche Wendung zu erwarten, doch mich hat es trotzdem ein wenig mitgenommen. Gerade weil Gus immer als derjenige erschien, der der Gesündeste und Stärkste der drei Freunde ist. Wie Hazel treffend auf Seite 175 bemerkt: “[…] und mir fiel auf, dass ich zum ersten Mal seit Jahren die gesündeste Person im Raum war.”.

Interessant finde ich, wie Isaac damit umgeht, dass er nun blind ist. Zuallererst setzt er sich gar nicht mit dieser Tatsache auseinander, sondern empfindet die Trennung von seiner Freundin Monica als schlimmer. Ich denke, dass das ein ziemlich wichtiger Aspekt ist, der zeigt, dass auch Jugendliche mit einer schweren Krankheit dennoch Jugendliche sind, und daher auch alle Emotionen durchleben, die gesunde Jugendliche auch durchmachen. Das wird noch einmal zum Thema, als Hazel und Gus ihre Liebe zueinander entdecken und sich ausprobieren wollen.

Die Reise nach Amsterdam ist für alle drei Reisenden wichtig: Für Gus und Hazel wird dies sehr wahrscheinlich die einzige, lange Reise bleiben und Hazels Mutter kann sich auch mal ein wenig entspannen. Sie weiß ihre Tochter in guten Händen, und das ist sicherlich auch eine tolle Erfahrung. Der Besuch beim Schriftsteller Peter van Houten verlief für die beiden Jugendlichen nicht so wie erwartet, aber ich hatte es kommen sehen. Nicht unbedingt, dass van Houten so ein “Dreckskerl” (Seite 150) ist, aber  irgendwie war es abzusehen, dass dieses Treffen anders verlaufen würde. Schließlich hatte Hazel sehr viel Hoffnung in das Gespräch gelegt, sodass ihre Erwartungen sowieso nicht hätten erfüllt werden können.

Zitate

“Ich konnte meine Liebe zu Augustus Waters nicht rückgängig machen. Und, was viel wichtiger war, ich wollte es auch nicht.” – Seite 166

“Ich half ihm auf, und dann bot ich Isaac meinen Arm und führte ihn durch den Parcours der Möbel, die mir plötzlich ziemlich sperrig vorkamen, und mir fiel auf, dass ich zum ersten Mal seit Jahren die gesündeste Person im Raum war.” – Seite 175

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