LESERUNDE | “Das Schicksal ist ein mieser Verräter” von John Green | Erster Meilenstein

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Aktion / Leserunde
Wie schon angekündigt mache ich bei Ankas Leserunde zu dem Buch Das Schicksal ist ein mieser Verräter von John Green mit. Für das ganze Buch wurde kein Zeitlimit vorgegeben, aber das Buch an sich wurde in kleine “Meilensteine” eingeteilt, nach denen man ein Fazit aufschreiben sollte. Der erste Meilenstein ist nach Kapitel 4 erreicht und da ich gerade dort bin, wird es Zeit, meine Gedanken zu den ersten vier Kapiteln (51/243 Seiten) nieder zu schreiben.
ACHTUNG! Es kann sein, dass in dem nachfolgenden Text SPOILER enthalten sind! Wenn ihr nicht gespoilert werden wollt, dann lest bitte nicht weiter!

Erster Meilenstein

Wow. Das Buch ist unfassbar grandios! Ich habe selten eine so sympathische Protagonistin erlebt. Hazel ist witzig, sarkastisch und keineswegs naiv (eine Eigenschaft, die ich bei fiktiven Figuren sehr nervig finde) und führt mit einem solchen Charme durch die Handlung, dass die Seiten nur so dahin rasen. Meiner Meinung nach ist das was Hazel erlebt, sehr realistisch. Ich finde es gut, dass nichts geschönt wird und John Green auch auf so etwas Wichtiges hinweist, wie die Veränderung in den Freundschaften. Kaitlyn unternimmt zwar ab und an noch etwas mit Hazel, aber als Leser spürt man schon direkt, dass diese Freundschaft keine wahre Freundschaft mehr ist, noch bevor Hazel dies selbst erzählt.
Auch die Selbsthilfegruppe ist ein interessanter Teil der Geschichte, da viele der Teilnehmer das Ganze eher ironisch sehen und nicht aus eigenem Interesse hingehen.

Mein Lieblingsaspekt an dem Buch ist aber, neben der Ausarbeitung von Hazels Charakter, dass vor allem Bücher eine große Rolle spielen. Nicht nur Hazel liest gerne, sondern auch ihr Freund Gus, mit dem sie sich dann auch über die gelesenen Bücher austauscht.

Nicht nur die Charaktere gefallen mir außerordentlich gut, auch der Schreibstil hat mich gepackt. Der Autor erzählt die Geschichte mit wenig Ausschweifungen, mit viel Witz, aber auch mit einem gewissen Ernst.

Zitate

“Gott, gib mir die Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.” – Seite 8

“Aber es ist kein Krebsbuch, denn Krebsbücher sind doof. In Krebsbüchern gründen die Krebshelden zum Beispiel immer irgendeine Wohltätigkeitsorganisation, um Geld für die Krebsforschung zu sammeln. Und das Engagement führt dem Krebshelden die eigentliche Güte der Menschen vor Augen, und er oder sie fühlt sich geliebt und gebraucht, weil er oder sie der Welt etwas hinterlässt, was irgendwann Krebs heilen wird.” – Seite 38

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