REZENSION | Ally Condie | “Die Auswahl”

Kommentare 1
Rezension
Dieses Buch habe ich bei Kathas Tombola auf ihrem Blog Textverliebt. gewonnen und habe mich sehr darauf gefreut, es nun endlich lesen zu können.

Allgemeines

Titel: Die Auswahl
Autorin: Ally Condie
Verlag: Fischer FJB
Reihe: Band 1
Seitenzahl: 462
Erscheinungsjahr: 2010
ISBN: 978-3-596-18835-2
Preis: 9,99€ | 9,99€
Kaufmöglichkeiten: Buch | eBook

Inhalt

Cassia lebt in einer Welt, die ihr Sicherheit verspricht. Alles ist nach festen Regeln geplant, sogar ihr Partner wird aufgrund von Wahrscheinlichkeiten von der Regierung festgelegt. Normalerweise kommen die Partner aus anderen Städten, doch bei Cassias Auswahlzeremonie bleibt der Bildschirm schwarz, auf dem ihr Partner zu sehen sein soll. Das bedeutet, dass ihr Partner aus der eigenen Stadt kommt und zu ihrer Überraschung ist es ihr bester Freund Xander, mit dem sie gepaart wird. Bei der Zeremonie erhalten sie eine Speicherkarte mit Verhaltensregeln und Informationen zu ihrem Partner. Als Cassia sich das Alles auf dem Terminal zu Hause ansehen will, verschwindet jedoch Xanders Bild und stattdessen taucht das von Ky auf. Cassia wird kurz darauf von einer Funktionärin beruhigt, dass alles in bester Ordnung sei. Doch schon bald erkennt Cassia, dass diese perfekte Welt, in der sie leben, alles andere als perfekt ist.

Meinung

Die Idee hinter der Geschichte ist zwar nicht neu, aber dennoch spannend. Cassia lebt in der augenscheinlich perfekten Welt, in der ihr alles vorgegeben wird: ihre Arbeit, ihre Freizeitgestaltung, sogar ihr Partner. Schon zu Beginn des Buches wurde mir klar: Diese Welt ist nicht so perfekt wie sie scheint und die Protagonistin wird das sicherlich auch im Laufe der Handlung merken.
“’Ich finde, dass es ein glücklicher Zufall ist’ – und meine es ernst. […] Die Moderatorin berichtigt mich wohlwollend: ‘Kein Zufall, Cassia. Es gibt keine Zufälle in der Gesellschaft.’” – Seite 25
Die Protagonistin an sich sagte mir leider nicht so zu. Meistens empfand ich sie als zu naiv und blauäugig und ich wurde leider nicht so richtig warm mit ihr.
Ebenfalls negativ fiel mir die Dreiecksgeschichte auf zwischen Cassia, Xander und Ky. Ich habe das Gefühl, heutzutage kommt eine Liebesgeschichte nicht mehr ohne drei Personen aus – sehr schade! Hinzu kommt auch, dass ich stellenweise das Verhalten der beiden Jungen nicht nachvollziehen konnte, wodurch die Liebesbeziehungen für mich noch ein bisschen absurder wurden.
“Ich wünschte, ich hätte einen Mikrochip über Ky, denke ich. Da ich ja keinen über Xander brauche, könnte ich vielleicht um einen über ihn bitten. Bei diesem Gedanken muss ich unwillkürlich lächeln.” – Seite 108
Über eine nicht allzu sympathische Protagonistin mit kompliziertem Liebesleben hätte ich noch einigermaßen hinweg sehen können. Schwerwiegender war für mich, dass ich sehr oft im Laufe der Handlung dachte, ich hätte etwas nicht mitbekommen. Immer wieder fehlten mir Informationen oder auch Teile der Handlung. Einmal las ich eine komplette Passage noch mal, um sicher zu gehen, dass diese Hinweise wirklich nicht im Buch enthalten sind. Dass die Geschichte sehr lücken- und sprunghaft ist, hat dann doch mein Lesevergnügen geschmälert.

Fazit

Eine nette Idee mit spannenden Elementen, aber nicht ausgereifter Handlung und einer sehr naiven Protagonistin. Wem die Geschichte von der inhaltlichen Zusammenfassung her zusagt, kann dem Buch dennoch eine Chance geben.
{ 2,5/5 Punkte }

1 Kommentare

  1. Hallo, Fräncis :)
    Es ist schon eine Weile her, dass ich das Buch gelesen habe – aber mir hat es ziemlich gut gefallen. Die Fortsetzungen werde ich mir auf jeden Fall auch noch zulegen!
    Liebe Grüße und noch einen schönen Abend :)
    Nora

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