REZENSION | Bradley Somer | „Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel“

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Rezension

buchhandel.de Autor TitelDieses Buch habe ich bei Bröselchen gewonnen, die selbst unverhofft drei Exemplare bekam. Allein der Titel hatte mich schon sehr neugierig gemacht und als ich dann viele positive Stimmen dazu hörte, war ich wirklich glücklich, dass ich das Buch gewonnen hatte. Ich habe das Leseexemplar bekommen mit einem etwas anderen Cover, welches mir besser gefällt als das eigentliche Titelbild.

Fakten

Titel: Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel
Autor: Bradley Somer
Übersetzerin: Annette Hahn
Verlag: DuMont
Reihe: nein
Seitenzahl: 319
Erscheinungsjahr: 2015
ISBN: 9783832197834

Goldfisch Ian lebt im 27. Stock eines Wohnhauses auf dem Balkon von Connor Radley. Er war ein Geschenk von Connors Freundin Katie und muss auf dem Balkon leben, da er sonst Connors sexuelle Abenteuer genau beobachten könnte. Eines schicksalhaften Tages entschließt sich Ian dazu, aus seinem Aquarium zu springen und wird dabei Zeuge einiger außergewöhnlicher Momente der Bewohner des Hauses.

„Ian blickt über diesen megalithischen Blumengarten aus Wolkenkratzern hinweg und sieht nur so viel an Wunderbarem, wie sein Geist erfassen kann. Er ist ein Goldfisch, dem sich eine Vogelperspektive auf die Welt biete. Ein Goldfisch, der von seiner erhöhten Position aus die Sicht Gottes erlebt, eine Sicht, die vergeudet ist an ein Gehirn, das nicht begreifen kann, was es betrachtet, was aber diesen Ausblick im Grunde noch viel wunderbarer macht.“ – Seite 12

Der Autor Bradley Somer nimmt uns mit auf Ians Reise vom 27. Stock Richtung Boden. Dabei erfahren wir nicht nur so einiges über seinen Besitzer Connor und dessen Freundin Katie, sondern auch jede Menge über ein paar andere Bewohner des Hauses. Im Laufe der Geschichte kommen einige Handlungsstränge zusammen und es entwickelt sich ein fabelhaftes Bild, welches einen Querschnitt durch die Gesellschaft schafft. Da ich hier nicht zu viel verraten will, gehe ich nicht ins Detail. Bradley Somer hat aber eine wahre Vielfalt an Menschen in die Geschichte eingebaut, die allesamt sehr authentisch wirkten. Der Autor hat mich nicht nur mit der Handlung, sondern auch mit seinem Schreibstil absolut überzeugen können.

„Ich könnte kein anderer sein, denkt er. Ich kann mir die anderen nicht vorstellen und kann kaum ich selbst sein.“ – Seite 84

Allein schon die außergewöhnliche Idee, das Buch aus der Sicht eines Goldfisches zu schreiben, fand ich klasse. Dann fliegt dieser Fisch auch noch durch die Luft und sieht eine Vielzahl an Menschen in kurzen Momenten ihres Lebens. Ein absolut fabelhafter Roman, den ich ohne zu Zögern weiterempfehlen kann!

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