REZENSION | Britta Sabbag | „Pandablues“

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Rezension

Dieses Buch habe ich als Mängelexemplar gefunden und musste es einfach mitnehmen, auch wenn ich Band 1 nicht als Printbuch besitze. Aber vielleicht ändert sich das ja.

Bitte beachte beim Lesen, dass „Pandablues“ der zweite Band einer Reihe ist. Falls du „Pinguinwetter“ noch nicht gelesen hast und nicht gespoilert werden willst, dann lies bitte nicht weiter. Die Rezension zum ersten Buch findest du hier.

Fakten

Titel:  Pandablues
Autorin: Britta Sabbag
Verlag:  Bastei Lübbe
Reihe:  Band 2
Seitenzahl:  255
Erscheinungsjahr:  2013
ISBN:  978-3-404-16805-7

Pandablues Britta Sabbag
Bildrechte beim Verlag

Charlotte hat es geschafft. Nach den Katastrophen aus dem ersten Band hat sie nun nicht nur einen wunderbaren Freund, Eric, sondern auch einen neuen Job. Sie ist nun Tierpflegerin bei den Pinguinen. Eigentlich könnte nun alles ganz wunderbar sein, wären da nicht nur ihre Familie, sondern auch ihre Freundinnen. Trine und Mona helfen Charlotte so manches Mal aus der Klemme, können aber selbst gut Hilfe gebrauchen. Und ihre Mutter Renate traut sich nun endlich vor den Traualtar. Das Chaos ist quasi vorprogrammiert.

Ich wusste nicht genau, ob das wirklich so eine gute Idee war. Zwar freute ich mich, meine Mutter nach mehreren Monaten endlich wiederzusehen, aber gleichzeitig war mir eines auch ganz klar: Ich würde verdammt starke Nerven brauchen. Und eine gute Flasche Rotwein. Oder zwei. Na ja, über Weihnachten wohl eher eine Kiste. – Seite 12

Es ist schwierig, etwas zu der Handlung zu sagen, ohne zu viel zu verraten. Auch in Band 2 ist einiges schon vorhersehbar, aber das kannte ich ja schon von „Pinguinwetter“. Ich fange mal mit dem größten Handlungsstrang an: Charlotte befürchtet, dass Eric sie betrügt – und dann auch noch mit einer Sauberfrau. Vielleicht ist es ja gar nicht so verkehrt, dass sie noch nicht in eine größere Wohnung gezogen sind. Wer weiß, ob sie überhaupt noch zusammen bleiben? In gewohnter Chick-Lit-Protagonistinnen-Manier steigert sich Charlotte ordentlich in die ganze Sache hinein und wird dabei tatkräftig unterstützt von ihren Freundinnen. Doch auch Trine und Mona haben ihre Probleme. Trine ist erneut schwanger und möchte nach wie vor, dass auch Charlotte schwanger wird, und Mona verliebt sich wieder einmal Hals über Kopf. Dieses Mal ist es ihr Makler Norbert, der natürlich auch so seine Macken hat.

Wenn ich an unser Kennenlernen dachte, konnte ich selbst heute noch nicht begreifen, wie Eric es geschafft hatte, sich überhaupt in mich zu verlieben, inmitten all dieser Katastrophen… Die Finn-im-Pinguinbecken-Rettungsaktion, die Finn-wird-im-IKEA-entführt-Aktion und vor allem der peinlichste aller peinlichen Momente: die Ich-kotze-Eric-in-der-Hausbar-voll-Aktion. – Seite 14

Wie zu erwarten war, bot die Handlung einige Überraschungen, doch über große Strecken hinweg war sie sehr vorhersehbar. Das wurde nur wieder wett gemacht durch witzige Charaktere, die alle ihren eigenen Charme haben. Am meisten Spaß hatte ich mit Charlottes Familie, die so herrlich durchgeknallt ist. Charlotte konnte mich stellenweise nicht ganz von sich überzeugen, da sie doch etwas naiv war und sich in Kleinigkeiten verrannt hat. Aber das gehört auch ein wenig zu ihrem Charakter, von daher habe ich ihr (und der Autorin) verziehen.

Ich stellte mir ein Nacktmull-Blutbad vor. Die haarlosen, verschrumpelten Tierchen, die alle aussagen wie winzige, rohe Dönerspieße, waren selbst im Normalzustand eine Zumutung für jedes ästhetikverwöhnte Auge. – Seite 19

Der Schreibstil hat so manche Stelle in dem Buch wieder wett gemacht! Ich habe mehrere Male aus vollem Hals gelacht, denn Britta Sabbag hat einen klasse Humor. Jetzt freue ich mich umso mehr auf den Abschluss dieser Reihe.

Bewertung

Einstieg in die Geschichte: 4/5
Handlung: 3/5
Charaktere und ihre Entwicklung: 5/5
Schreibstil: 5/5
Gesamt: 4/5

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