REZENSION | C. J. Daugherty | „Night School – Du darfst keinem trauen“

Dieses Buch habe ich von meinen Eltern zum Geburtstag geschenkt bekommen. Ich habe es schon oft auf Blogs und in Videos gesehen, doch ich war noch nie so neugierig, dass ich es lesen wollte. Doch dann habe ich es in der Buchhandlung gesehen und habe mir den Klappentext durchgelesen. An dem Tag war ich dann doch sehr gespannt, was es sich mit dieser Geschichte auf sich hat, und ich bin froh, dass meine Eltern mir das Buch geschenkt haben.

Fakten

Titel:  Night School – Du darfst keinem trauen
Autorin: C. J. Daugherty
Verlag: Oetinger 
Reihe:  Band 1
Seitenzahl:  460
Erscheinungsjahr:  2014
ISBN:  978-3-8415-0321-3

Night School 1 - Du darfst keinem trauen - C. J. Daugherty
Bildrechte beim Verlag

Die Protagonistin Allie ist nach dem mysteriösen Verschwinden ihres Bruders Christopher so sehr aus der Bahn geworfen worden, dass ihre Eltern nichts anderes tun können, als sie auf ein Internat zu schicken. Die altehrwürdige Schule Cimmeria ist von nun an Allies Zuhause, doch sie merkt schnell, dass dort nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Immer mehr mysteriöse Dinge passieren und Allie möchte herausfinden, was das dunkle Geheimnis des Internats ist. Und was genau ist die Night School? Schon schnell bemerkt sie, dass sie auf keinen Fall jedem trauen kann. Doch wem kann sie denn nun trauen?

Sie schaffte es gerade so in ihr Zimmer, als das Unwetter über ihr zusammenbrach. Sie lehnte sich gegen die Tür und ließ sich, während ihr die Tasche aus den tauben Fingern glitt, zu Boden sinken. Leise schluchzte sie vor sich hin. Wieso war sie hier? Alle behandelten sie wie einen Dorftrottel, der sich eingeschlichen hatte, als der Wachmann ihm den Rücken zugedreht hatte. Sie spürte, wie ihr Atem flacher wurde, und kämpfte gegen die Panikattacke an, doch ihr Gesichtsfeld begann sich an den Rändern zu verdunkeln. – Seite 65

Als sie neu ist, freundet sie sich schnell mit Jo an, die sie in ihrer Clique aufnimmt. Zusammen mit deren Freund Gabe, dem Paar Lisa und Lukas, sowie Ruth und Phil, verbringt sie die meiste Zeit. Da die Lehrer sehr hohe Ansprüche an ihre Schüler haben, ist die Gruppe oft in der Bibliothek. Allie hat am Anfang Eingewöhnungsschwierigkeiten und findet es doch sehr komisch, dass ausgerechnet der heiße Austauschschüler aus Frankreich, Sylvain, auf sie steht. Sie vertraut ihm und die beiden werden schnell ein Paar – ganz zum Verdruss einiger Cimmeria-Mädchen. Dass Allie sich mit dieser Beziehung auch Feinde gemacht hat, dessen ist sie sich nicht bewusst.

Doch Carter ließ sich nicht abschütteln. Schließlich brüllte sie ihn mit abgehackten Halbsätzen an.
„Man ignoriert nicht jemanden. Wochenlang. Und stellt ihm dann. Persönliche Fragen. Du. Arschloch.“
„Mäßige dich.“
„Leck mich.“
Stille breitete sich aus, während Allie weiterrannte und es angestrengt vermied, mit ihm zu sprechen.
„Allie, du darfst Sylvain nicht vertrauen.“ – Seite 187

Generell ist die Protagonistin stellenweise sehr naiv und achtet nicht auf mehrmalige Warnungen, dass sie keinem trauen kann. Sie muss im Laufe der Geschichte diese Lektion erst einmal selbst lernen. Es ist aber auch nicht besonders hilfreich, dass ausgerechnet Carter West sie ständig warnt und angeblich beschützen will, wo er doch der Außenseiter der Schule ist. Doch langsam aber sicher freunden die beiden sich an und Allie wird immer verwirrter.

Sein Gesichtsausdruck blieb unverändert. „Ehrlich gesagt, Alyson Sheridan, langsam glaube ich, du bringst dich gerne in Schwierigkeiten.“ Sie drehte ihm den Rücken zu und stampfte die Treppe hinunter. „Das sagt ja der Richtige, was, West?“, zischte sie ihm über die Schulter zu. – Seite 114

Die Verwirrung ist auch eines meiner vorrangigen Gefühle beim Lesen gewesen. Ganz lange Zeit tappte ich im Dunkeln und hatte keine Ahnung, was da überhaupt vor sich geht. Ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, so fesselnd war die Geschichte. Normalerweise mag ich es nicht, wenn ich hauptsächlich verwirrt bin beim Lesen, aber hier hat es so gut zu der Handlung gepasst, dass es mich nicht genervt hat. Im Gegenteil, ich fand es wirklich gut!

Was geht hier eigentlich ab?, dachte Allie, während sie das Katastrophen-Szenario betrachtete, das sich ihr bot. Und wieso stellt niemand sonst diese Frage? – Seite 123

Bewertung

Einstieg in die Geschichte: 5/5
Handlung: 4/5
Charaktere und ihre Entwicklung: 5/5
Schreibstil: 4/5
Gesamt: 4,5/5

2 Replies to “REZENSION | C. J. Daugherty | „Night School – Du darfst keinem trauen“”

  1. Das freut mich, dass dir das Buch so gut gefallen hat. Daraus schließe ich jetzt einfach mal, dass du die anderen Teile auch lesen wirst^^
    Ja die Verwirrung ist einfach das vorrangige Gefühl beim Lesen, aber ich habe es geliebt.

    Liebe Grüße,
    Katja :)

    1. fraencisdaencis sagt: Antworten

      Hallo Katja,

      wenn die Fastenzeit vorüber ist, werde ich auf jeden Fall weiterlesen! Ich fand die Verwirrung in dem Fall auch sehr passend :)

      Liebe Grüße,
      Fraencis

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