REZENSION | Christiane zu Salm | “Dieser Mensch war ich: Nachrufe auf das eigene Leben”

Nachdem ich ein eher witziges Buch las, wollte ich wieder etwas zum Nachdenken. Daher erschienen mir diese persönlichen Nachrufe als genau richtig. Ich habe schon vor einiger Zeit von diesem Buch gehört und war schon lange gespannt auf den Inhalt.

Allgemeines

Titel: Dieser Mensch war ich: Nachrufe auf das eigene Leben
Autorin: Christiane zu Salm
Verlag: Goldmann Verlag
Reihe: nein
Seitenzahl: 256
Erscheinungsjahr: 2013
ISBN: 9783442313501
Preis: 17,99€ | 13,99€
Kaufmöglichkeiten: Buch | eBook

Inhalt

Christiane zu Salm entschied sich aus persönlichen Gründen für eine Ausbildung zur ehrenamtlichen Sterbebegleiterin. Während der Ausbildung mussten sich die Teilnehmer selbst mit dem Tod auseinandersetzen und unter anderem einen Nachruf auf ihr Leben schreiben. Diese Übung hat die Autorin nachhaltig berührt. sodass sie diese Übung mit all ihren Patienten machte. Manche von diesen selbstformulierten Nachrufen finden sich in dem Buch wieder.

Meinung

Aufbau und Gestaltung

Das Buch besteht aus achtzig Nachrufen, die alle nicht sonderlich lang sind. Ich habe gerne nach ein paar Nachrufen eine Pause gemacht, um das Gelesene ein wenig sacken zu lassen. Manche Menschen waren zufrieden mit ihrem Leben, andere verbittert und auch sonst waren die einzelnen Nachrufe sehr unterschiedlich. Vorweg schrieb die Autorin von ihrer Motivation, dieses Buch zu schreiben. Auch das fand ich spannend und ein gelungener Einstieg in die Thematik.

“Eigentlich habe ich ein Gelegenheitsleben geführt, während ich auf das richtige Leben gewartet habe.” – Seite 32

Verschiedene Wege, sein Leben zu gestalten

Die kleinen Einblicke in das Leben der Personen fand ich spannend. Mit Anfang 20 malt man sich das Leben doch auf eine bestimmte Art und Weise aus, hat Hoffnungen, Träume und Wünsche. Daher war es interessant zu lesen, wie andere Menschen ihr Leben gestaltet haben.

“Nach meiner Pensionierung fing das neue Leben mit meinem Mann an. Wir mussten uns erst richtig zusammenfinden, denn wir kannten uns ja nur vom Urlaub her und von den Abenden.” – Seite 34

Mit viel Charme und Witz

Doch nicht nur die ernsten Aspekte und die Trauer wurden angesprochen, so manch ein Nachruf hatte seinen ganz eigenen Charme und war stellenweise doch auch witzig. Schon anhand der Überschriften konnte man erkennen, zu welchem “Lebensfazit” der Schreiber des Nachrufes gekommen ist.

“Ich hätte ja beim zweiten Man auch eine andere Frau aus meine ehemalige heiraten können. Aber da es auch nur mit einer Frau gut gegangen ist, würde ich empfehlen: Finger weg von zu vielen Frauen” – Seite 36

Fazit

Ich möchte diese persönlichen Texte, die doch auch das Leben der jeweiligen Person widerspiegeln, ungerne mit Punkten bewerten. Das Buch kann ich allen Leuten ans Herz legen, denn es zeigt einem auf manchmal eher extreme Weise, wie das Leben spielen kann. So kann man auch herausfinden, was für einen selbst im Leben wichtig ist.

{ Absolute Leseempfehlung }

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