REZENSION | Danny Wallace | „Auf den ersten Blick“

Diesen Roman las ich im Rahmen des 7 Tage lesen – SuB-Leichen Spezials, denn es lag nun etwas mehr als ein Jahr auf meinem SuB. Ich weiß nicht, wie das passieren konnte, denn eigentlich fand ich das Buch immer recht interessant. Aber schlussendlich habe ich es mittlerweile gelesen. Was ich davon halte?

Fakten

Titel:  Auf den ersten Blick
Autorin: Danny Wallace
Verlag:  Heyne
Reihe:  nein
Seitenzahl:  496
Erscheinungsjahr:  2012
ISBN:  978-3453410787

Rezension Auf den ersten Blick Danny Wallace Fraencis Daencis
Bildrechte beim Verlag

Zu Anfang der Geschichte ist der Protagonist Jason auf der Charlotte Street unterwegs. Sein Leben ist aktuell nicht besonders toll. Er wurde von seiner Freundin Sarah verlassen, die sich kurz darauf nicht nur wieder verliebt hat, sondern auch nach nur sechs Monaten Beziehung verlobt ist. Als Redakteur eines kostenlosen U-Bahn-Magazines ist auch seine Karriere nicht unbedingt der Rede wert. Doch eines Tages hilft er einem hübschen, unbekannten Mädchen beim Einsteigen in ein Taxi. Sie fährt davon – und lässt eine Einwegkamera zurück.

Dieser Einstieg in die Geschichte hat mich sehr neugierig gemacht. Die Idee, die dahinter steckt, finde ich bis hierhin wirklich nett. Nun kommen aber Jason und sein bester Freund Dev ins Spiel, und das Ganze nimmt seinen Lauf. Die beiden lassen die Bilder entwickeln und anstatt innerhalb von London das Mädchen zu suchen, meinetwegen auch mithilfe der Fotos, machen die beiden sich auf die Suche nach den fotografierten Orten. Ab hier hat die Handlung in meinen Augen deutlich nachgelassen und ich konnte das Buch nicht mehr wirklich genießen. Viele Dinge waren vorhersehbar, einiges war einfach unpassend für die Geschichte und der Lauf der Handlung war nicht nach meinem Geschmack. Zudem sind einige Dinge passiert, auf die die Charaktere sehr absurd reagiert haben.

Bei ihren Abenteuern lernen sie diverse Menschen kennen und treffen auf „alte Bekanntschaften“. Aber auch diese Nebenfiguren blieben sehr blass und gerade aus der neu gewonnenen Freundin Ally wurde ich einfach nicht schlau. So ist es nicht verwunderlich, dass mir die nicht vorhandene Entwicklung der Charaktere zu bemängeln habe. Für mich war da einiges an Potenzial drin für die Charakterentwicklung, aber leider hat Danny Wallace diese Chance nicht ergriffen.

Kommen wir nun noch zu dem Schreibstil, der mir ebenfalls wenig zugesagt hat. Die Geschichte wird aus der Perspektive des Protagonisten Jason geschrieben, der dem Leser die Handlung erzählt. Dementsprechend wirr sind einige Passagen und es verläuft auch nicht alles in einem chronologischen Fluss. Durch diesen Erzählstil wurde mir der Protagonist immer unsympathischer. An sich finde ich diese Art der Erzählweise gar nicht mal so schlecht für ein Buch, nur dann muss es eben auch gut gemacht sein.

Bewertung

Einstieg in die Geschichte: 4/5
Handlung: 1/5
Charaktere und ihre Entwicklung: 1/5
Schreibstil: 2/5
Gesamt: 2/5

2 Replies to “REZENSION | Danny Wallace | „Auf den ersten Blick“”

  1. Ich hab das Buch auch vor einiger Zeit gelesen und war am Ende etwas enttäuscht. Das Versprechen, das für mich auf dem Buchrücken gemacht wurde, konnte der Inhalt nicht erfüllen. Irgendwie ging es für mich bald schon gar nicht mehr um die Frau und die Kamera…den Erzählstil mochte ich allerdings :-)

    Aber eine gelungene Rezension deinerseits,
    liebe Grüße
    Melissa

    1. fraencisdaencis sagt: Antworten

      Hallo Melissa,

      ja, irgendwie ist der Autor etwas abgedriftet beim Schreiben :D Die Frau und die Kamera waren tatsächlich ab einem Punkt nur noch Mittel zum Zweck.

      Danke für dein Lob :)

      Liebe Grüße,
      Fraencis

Schreibe einen Kommentar

*