REZENSION | Ellen Berg | „Ich koch dich tot“

buchhandel.de fraencisdaencis.deSchon mehrmals habe ich bei einem Besuch in der Buchhandlung ein Ellen Berg-Roman in die Hand genommen und bei jedem Klappentext schmunzeln müssen. Ihre Romane klingen einfach sehr gut! Da ich schon eine Weile sehr gut mit dem Aufbau Verlag zusammenarbeite, durfte ich nach Beenden des letzten Buches mir ein neues aussuchen und habe mich für den Roman von Ellen Berg entschieden, der mich am allermeisten ansprach: „Ich koch dich tot“.

[red_box]Beim ersten Mal ist es noch ein Versehen: Statt Pfeffer landet Rattengift im Gulasch – und schon ist Vivi ihren Haustyrannen Werner los. Als sie wenig später vom schönen Richard übel enttäuscht wird, greift sie erneut zum Kochlöffel. Fortan räumt Vivi all jene Fieslinge, die es nicht besser verdient haben, mit den Waffen einer Frau aus dem Weg – ihren Kochkünsten. Dann trifft sie Jan, der ihr alles verspricht, wovon sie immer geträumt hat. Vivi beschließt, dass jetzt Schluss sein muss mit dem kalten Morden über dampfenden Töpfen. Als ihr aber mehrere Unfälle passieren, keimt ein böser Verdacht in ihr. Sollte Jan ihr ähnlicher sein als gedacht? Zu dumm, dass sie sich ausgerechnet in diesen Schuft verliebt hat. Doch Vivis Kampfgeist ist geweckt … – Aufbau Verlag[/red_box]

Ohne großartiges Vorgeplänkel wurde ich direkt in die Geschichte hineingeschubst. Der Roman beginnt mit der Szene, in der Werner, Vivis Ehemann, sich nicht an ihre Regeln hält und sein Gulasch nachwürzt – mit Rattengift. Es dauert nicht lange und schon liegt er tot in seinem Essen. Vivi hat ihren Mann natürlich nicht absichtlich das Gift gegeben, gerät aber dennoch in Panik und weiß nur einen Ausweg: Der etwas senile Hausarzt von Werner, Dr. Köhnemann, wird ihr schon helfen. Dieser bescheinigt sogleich einen Herzinfarkt und schon hat sich das Ganze für Vivi erledigt. Dies war der humorvolle Auftakt eines unterhaltsamen Romanes.

„Noch immer lag Werners Gesicht im Teller. Dies war ohne Frage der schlimmste Moment in Vivis Leben – gefolgt von der Hochzeitsnacht und der letzten Krampfaderverödung. Und sie hatte nicht die leiseste Ahnung, wie es weitergehen sollte.“

Seite 10

Vivi ist mir sofort ans Herz gewachsen. Sie ist eine naive Hausfrau, die es faustdick hinter den Ohren hat; sie reagiert auf manche Situationen eher unkonventionell und ist eine Powerfrau durch und durch. Dies ist eine sehr unterhaltsame Mischung, die für komische Szenen gesorgt hat. Ihre beste Freundin Ela wirkt wie das Gegenteil von Vivi: erfolgreich, geschieden, steht mit beiden Beinen im Leben und hat an diesem viel Spaß. Auch die Nebencharaktere wie Richard, ein Liebhaber Vivis, oder ihre Tante Elfriede waren allesamt sehr liebevoll gestaltet. Natürlich waren hier auch einige Klischees dabei, aber das gehört nun auch dazu.

„Für Ela war das Leben eine einzige Party. Für Vivi dagegen fühlte sich das Leben eher wie eine Tupperparty an: außen spießig, innen hohl.“

Seite 11

Im Laufe der Geschichte gerät Vivi von einer absurden Situation in die nächste und ich wusste nicht, ob ich nun den Kopf schütteln sollte oder lachen. Meistens war es eine Kombination der Reaktionen. Viele Szenen konnte man schon vorher erahnen, aber das hat meine Lesefreude nicht gemindert. Schade fand ich nur, dass der Klappentext schon sehr viel verrät.

„Nun gab es kein Halten mehr für Vivi. ‚Dann leihe eben ich dir das Geld. Noch heute! Miete deine Büroräume, kauf die Möbel und die Computer, stell eine Sekretärin ein!'“

Seite 75

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Ellen Berg hat viel Witz und Charme und so hatte ich viel Spaß beim lesen. Mir hat das Buch „Ich koch dich tot“ sehr gut gefallen und es bot mir kurzweiligen Lesespaß. Ich hoffe, ich konnte auch dich davon überzeugen!

„Von jetzt an würde sie sich von Männern fernhalten. War einfach besser so. Für Vivi ohnehin, vor allem aber für die Männer, wenn ihnen ihr Leben lieb war.“

Seite 190

Fakten

Titel: Ich koch dich tot
Autorin: Ellen Berg
Verlag: Aufbau Verlag
Reihe: nein
Seitenzahl: 320
Erscheinungsjahr: 2014
ISBN: 9783746629315

2 Replies to “REZENSION | Ellen Berg | „Ich koch dich tot“”

  1. Ein tolles Buch,ich konnte es garnicht aus der Hand legen

    1. Das ging mir genauso :)

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