REZENSION | Eva Völler | „Zeugenkussprogramm“

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Rezension

buchhandel.de fraencisdaencis.deIch kam nach Hause und dort wartete ein sehr schön verpacktes Päckchen auf mich. Darin war das Buch „Zeugenkussprogramm“ von Eva Völler, welches mir vom Verlag zugeschickt wurde. Zu dem Zeitpunkt hatten schon andere Blogger und Booktuber das Buch bekommen und ich war interessiert, was der Inhalt des Buches ist. Wenn du auch interessiert bist, dann hoffe ich, dass meine Rezension für dich hilfreich sein wird.

Emily, 17, kann es nicht fassen: Nur weil der neue Freund ihrer Mutter sich mit den falschen Leuten eingelassen hat, gerät ihr Leben in Gefahr. Sogar ein Personenschützer wird für sie abgestellt. Pascal, jung und gutaussehend, geht ihr mit seinem Machogehabe allerdings ziemlich auf die Nerven. Schließlich muss Emily sogar ins Zeugenschutzprogramm. Von der Großstadt geht’s aufs Land, aber Idylle sieht anders aus! Auf einmal ist jeder verdächtig, und Emily weiß nicht, wem sie vertrauen kann. Nur auf Pascal ist Verlass, er bleibt ihr wichtigster Kontaktmann. Dumm nur, dass Emily und er sich ständig zoffen. Doch wie sagt schon ein altes Sprichwort: Was sich neckt …(»One)

Zu Beginn lernt man erst einmal die Protagonistin Emmy und ihre beste Freundin kennen, und erfährt einiges über Emmys Familienleben. Das ist ein guter und solider Start in das Buch, wobei er eher typisch für einen Liebes-, denn für einen Kriminalroman ist. Da das Buch die beiden Genres miteinander kombiniert, tat dies dem Lesevergnügen keinen Abbruch.

„Als Beispiel für den Spruch Liebe macht blind hätte meine Mutter sich perfekt geeignet. Was das anging, erfüllte sie alle Klischees. Und zwar ständig. Oder besser gesagt: immer wieder. Sie verknallte sich in völlig ungeeignete Typen, ließ sie bei uns einziehen, schwebte ein paar Monate im siebten Himmel und fiel anschließend in ein tiefes, rabenschwarzes Loch.“

Seite 10f

Die Handlung der Geschichte ist recht einfach und wird auch schon im Klappentext weitestgehend erzählt: Emmy muss mit ihrer Mama und Omi von Berlin in ein kleines Dorf an der Rhön ziehen, da sie durch den (dann Ex-)Freund der Mutter in das Zeugenschutzprogramm mussten. Als 17-Jährige Schülerin kurz vor dem Abitur, die in der Großstadt aufgewachsen ist, findet man das Ganze natürlich eher mäßig prickelnd. Zum Glück ist da ja der süße Personenschützer, in den sie sich nicht verlieben darf… Wie es weitergeht, kann sich wahrscheinlich jeder denken und das ist auch das Einzige, was ich an dem Buch so wirklich bemängeln muss: die Vorhersehbarkeit.  Die Handlung war zwar an sich ganz nett, aber nichts Neues, nichts Überraschendes. Ich hätte mir gerne einige unvorhergesehene Szenen gewünscht.

„‚Na, so was‘, sagte Omi. ‚Das ist ja wie in einem Krimi.‘ Sie musterte die Krankenschwester mit funkelnden Augen. ‚Wird befürchtet, dass die Täter immer noch hinter ihm her sind?‘ ‚ja‘, warf ich ein. ‚Er wird vom LKA bewacht. Weil er von einer Verbrecherbande bedroht wird.'“

Seite 51

Emmy, wie Emily von ihrer Mutter und Oma genannt wird, ist eine typische 17-Jährige. Für mich ist sie manches Mal doch etwas zu naiv gewesen, konnte mich dafür aber auch mehrere Male zum Schmunzeln bringen. Da ihr Verhalten einfach zu ihrem Alter – und auch zu ihrer Situation – passte, war sie eine tolle Protagonistin und ich mochte sie (trotz ihrer Naivität). Auch ihre Omi fand ich klasse. Sie bringt Pepp in die Geschichte durch ihr Schriftstellerinnen-Dasein und ihre intelligente, neugierige Art. Der Personenschützer Pascal hingegen hat mir weniger gefallen. Ich mochte sein Verhalten nicht und konnte es auch nicht immer nachvollziehen. Die Romanze musste mit ins Buch, aber ich hätte mir einen etwas charakterstärkeren Mann dafür gewünscht. Die Mutter von Emmy bleibt durch das Buch hindurch eher im Hintergrund. Ich habe zu ihr keine besondere Meinung, sie war einfach da.

„Zustand, keinen zum Quatschen zu haben, ist nicht mehr auszuhalten. Muss einfach mit irgendwem über private Dinge reden. Will aber auf gar keinen Fall Selbstgespräche führen und wie Smeagol enden. Fange deshalb Tagebuch an.“

Seite 199

 

Der Schreibstil von Eva Völler gefiel mir gut. Es ist nichts Außergewöhnliches, aber sie hat es geschafft, mich in ihren Bann zu ziehen. Dies war mein erstes Buch von ihr, aber ich würde auch andere Sachen von ihr lesen.

Schlussendlich betrachtet ist „Zeugenkussprogramm“ eine nette Liebesgeschichte mit ein paar kriminalistisch angehauchten Aspekten. Die Spannung fällt leider aufgrund der Vorhersehbarkeit der Handlung leider weg, dennoch ist das Buch unterhaltsam.

Fakten

Titel: Zeugenschutzprogramm
Autorin: Eva Völler
Verlag: One
Reihe: Band 1
Seitenzahl: 364
Erscheinungsjahr: 2015
ISBN: 978-3-8466-0015-3

Weitere Rezensionen:

Franziska Vanessa

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