REZENSION | George R. R. Martin | „Wild Cards – Der Sieg der Verlierer“

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Rezension

buchhandel.de Autor TitelIm Herbst 2014 habe ich Band 1 der „Wild Cards“-Reihe gelesen mit dem Titel „Das Spiel der Spiele“. Meines Erachtens nach fehlte dem Buch einiges, doch ich war gewillt, der Reihe noch eine Chance zu geben, denn die Grundidee finde ich ziemlich gut. Falls du die Reihe nicht kennst und/oder meine Meinung zu dem ersten Buch lesen möchtest, dann kommst du hier zu meiner Rezension. Das Buch habe ich vom Verlag als Rezensionsexemplar zugeschickt bekommen, vielen Dank dafür!

Fakten

Titel: Wild Cards – Der Sieg der Verlier
Autorinnen und Autoren: S. L. Farrell, Victor Milán, John Jos. Miller, Kevin Andrew Murphy, Walton Simons, Melinda M. Snodgrass, Caroline Spector, Ian Tregillis, Carrie Vaughn
Herausgeber: George R. R. Martin
Übersetzer: Simon Weinert
Verlag: penhaligon
Reihe: Band 2
Seitenzahl: 571
Erscheinungsjahr: 2015
ISBN: 9783764531294

Wie schon bei dem ersten Band, hatte ich auch bei „Der Sieg der Verlierer“ einige Probleme mit den vielen Erzählerinnen und Erzählern sowie den unterschiedlichen Schreibstilen der vielen Autorinnen und Autoren. Die meiste Zeit über war ich während des Lesens verwirrt, was mir ein wenig die Freude am Lesen getrübt hat.

„Ich reiße mich zusammen. Bruckner ist Mitte sechzig. Die Zeiten haben sich geändert, nicht aber Highwayman. Er ist rassistisch und sexistisch und verachtet Fremde mit einem Überlegenheitsgefühl, wie es nur weiße Engländer empfinden können.“ – Seite 14

Erst nach knappen 100 Seiten hatte ich mich an die Charaktere gewöhnt und fand mich in der Geschichte zurecht. Zu dem Zeitpunkt kristallisierten sich auch zwei Handlungsstränge/Charaktere heraus, die mir am besten gefielen. Zu meiner Überraschung fanden die beiden dann gegen Ende hin auch zusammen und ich muss sagen, dass ich am liebsten noch mehr von den beiden Assen gelesen hätte. Andere Figuren haben mich hingegen eher genervt, sodass ich die Teile mit ihnen eher schnell hinter mich bringen wollte.

„Dann fingen sie mit den Kanonen, den Geschossen und den vorspringenden Wänden an. Also echt mal, wer zum Donnerwetter hat einfach mal so vorspringende Wände herumliegen?“ – Seite 19

Die Handlung an sich war auch nicht immer nachvollziehbar für mich und eher bunt zusammengewürfelt. Für mich wirkte es so, als würde die Geschichte keine wirkliche Rolle spielen, sie war nur dazu da, irgendwie die Charaktere miteinander zu verknüpfen und ansonsten war sie nebensächlich. Das hat dazu geführt, dass ich nur noch verwirrter war.

„‚Es ist zum Wohl Ihrer Kinder‘, sagte Pendergast. Er ging um sie herum und verschwand. Trau ihm nicht, sagte Yvette. Trau keinem von ihnen.“ – Seite 118

Im Großen und Ganzen war das Buch eher durchschnittlich und nicht sehr fesselnd. Manche Handlungsstränge waren für mich persönlich lesenswerter als andere. Mein Lesevergnügen wurde schwer durch die andauernde Verwirrtheit beim Lesen getrübt, weshalb ich auch abschließend keine direkte Empfehlung für das Buch im Speziellen und die Reihe im Allgemeinen aussprechen kann. Wenn dir jedoch Band 1 gefallen hat, dann könnte „Der Sieg der Verlierer“ interessant für dich sein.

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