REZENSION | Heidi Fischer | “Laufmaschen im Strickstrumpf”

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Rezension

Mir wurde vom Kleinen Buch Verlag netterweise ein Rezensionsexemplar von Heidi Fischers Roman “Laufmaschen im Strickstrumpf” zugeschickt. Meine Rezension könnt ihr nun nachfolgend lesen.

Allgemeines

Titel: Laufmaschen im Strickstrumpf
Autorin: Heidi Fischer
Verlag: Der Kleine Buch Verlag
Reihe: nein
Seitenzahl: 332
Erscheinungsjahr: 2014
ISBN: 9783942637398
Preis: 14,95€
Kaufmöglichkeiten: Buch

Inhalt

In diesem Familienroman geht es hauptsächlich um Anna, doch auch die Leben der anderen Familienmitglieder werden – mal mehr, mal weniger intensiv – beleuchtet. Anna hat in einer Bücherei gearbeitet bis zu dem Zeitpunkt, an dem ihre Schwiegereltern beide pflegebedürftig werden und sie die Pflege der beiden übernimmt. Werner und Gisela entwickeln mit dem Alter ihre Marotten und Anna versucht damit so gut es geht umzugehen. Ihr Mann Richard und sein Bruder Ernst halten sich hingegen völlig aus der Pflege heraus. Dass das nicht lange gutgehen kann, ist vorhersehbar. Doch auch schon vorher war die Familie etwas zerrüttet, da Werner und Gisela sowie ihre Söhne nicht verstehen können, warum Anna und Richards Tochter Steffi lesbisch ist und mit ihrer Freundin Simone zusammen wohnt. Die Familie lebt sich immer weiter auseinander und irgendwann kommt der große Knall.

Meinung

Keine leichte Kost

Ich brauchte erst einige Zeit, um in das Geschehen zu kommen. Die Charaktere sind alle eher schwierige Personen und die Thematik des Buches ist ebenfalls nicht leicht. Am Anfang fiel es mir daher sehr schwer, mir eine Meinung zum Buch zu bilden. Vor allem konnte ich erst nicht ganz folgen, wie die ganzen Figuren miteinander zusammen hängen, da zu Beginn immer jemand anderes zu Wort kommt und erst nach und nach die Verwandtschaftsverhältnisse deutlich werden.

“Vielleicht sollte sie in einer ihrer nächsten Texte alle Frauen daran erinnern, dass das Wort NEIN nicht nur für die Männerwelt erfunden worden ist.” – Seite 58

Feine Ausarbeitung der einzelnen Charaktere

Doch mit der Zeit verstand ich immer mehr, warum welche Figur wie handelt. Das macht gute Charaktergestaltung auch aus, dass man immer mehr ihr Denken und Handeln versteht und dass sie Personen sich im Laufe der Handlung weiter entwickeln. Für mich war das Buch eine “Charakterstudie” einer Familie, die mit vielen Problemen zu kämpfen hat und wo kein Familienmitglied so richtig weiß, wo es eigentlich steht.

“’Echte Literatur ist ein Auslaufmodell. Du glaubst gar nicht, wie ich mich manchmal für den Schund schäme, den die Leute sich ausleihen’, hat sie ihm oft erklärt.” – Seite 74

Die Autorin zeigte gut, welche Schwierigkeiten das Leben mit sich bringen kann und malte ein Bild von Schicksalsschlägen, welches ich als Leser gut nachvollziehen konnte. Ich merkte, dass ich immer tiefer mich ins Buch verlor und fand das realistische Ende von daher perfekt für das Buch.

Was ich leider auch nach Beenden des Buches nicht verstehen kann ist der Titel des Buches, welcher für mich völlig zusammenhangslos zum Inhalt ist.

Fazit

Dieses Buch zeigt deutlich, mit welchen Schwierigkeiten eine Familie konfrontiert werden kann im Laufe der Zeit und dass nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen ist. Aufgrund des willkürlich gewählten Titels und meinen anfänglichen Eingewöhnungsschwierigkeiten gibt es einen Punkt Abzug.

{ 4/5 Punkte }

Herzlichen Dank an den Kleinen Buch Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

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