REZENSION | James Dashner | „Die Auserwählten in der Todeszone“

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Rezension

Kurz nachdem ich die ersten beiden Bände gelesen hatte (Rezension zu Band 1 | Rezension zu Band 2), nahm ich auch Teil 3 in die Hand. Ich musste einfach wissen, wie es weitergeht. Bitte beachte beim Lesen der Rezension, dass sie Spoiler enthält!

Fakten

Titel:  Die Auserwählten in der Todeszone
Autor:  James Dashner
Verlag:  Chicken House
Reihe:  Band 3
Seitenzahl:  524
Erscheinungsjahr:  2014
ISBN:  978-3-551-52068-5

Die Auserwählten in der Todeszone Rezension James Dashner Fraencis Daencis

Das Buch beginnt mit einer Einzelprüfung für Thomas: Er ist in Isolationshaft für drei Wochen. Beim Lesen erfährt man seine Gedanken und erfährt ein paar neue Erinnerungen, die in seinem Kopf auftauchen. Im weiteren Verlauf wird mehr über ANGST und im Speziellen auch die Todeszone in Erfahrung gebracht, aber ich hatte beim Lesen die meiste Zeit das Gefühl, dass immer noch die letzten Puzzleteile fehlen, um ein komplettes und vor allem auch brauchbares Bild zu bekommen. Den Jugendlichen ergeht es natürlich genauso und sie fliehen aus dem Institut. In Denver versuchen sie dann, einiges mehr in Erfahrung zu bringen und wollen sich dort einer Untergrundbewegung anschließen.

„Abgesehen davon, dass er nicht einfach etwas akzeptieren durfte, nur weil ANGST es sein ‚Gedächtnis‘ nannte, bekam er Panik. Wenn tatsächlich alles stimmte, was sie behaupteten, dann wollte er nichts von seiner Vergangenheit wissen. Er verstand den Menschen nicht, der er angeblich früher gewesen war. Schlimmer noch: Er mochte ihn nicht.“  Seite 36f

Wie auch schon in den beiden vorherigen Bänden war mein überwiegendes Gefühl die Verwirrung. Nichts ergab so richtig Sinn, aber in meinem Kopf ratterte es die ganze Zeit. Ich machte mir Gedanken darüber, wie denn alles zusammen hängen könnte und genau das mochte ich so sehr an dem Buch. Ich als Leserin hatte das Gefühl, als wäre ich in den Denkprozessen involviert und es hat mir Spaß gemacht zu rätseln, wie es wohl ausgehen wird. Die Todeszone hat für mich lange Zeit keinen Sinn ergeben und auch nachdem ich es endlich – zusammen mit Thomas und Co. – herausgefunden hatte, fand ich die Formulierung nicht so ganz gelungen.

„Thomas zögert. In letzter Zeit hat er ein Gefühl der Rebellion verspürt, aber er weiß, dass es verfliegen wird, sobald er all das wieder aufzählt, was der Mann hören will. Dann wird er wieder alles tun, was sie von ihm wollen, alles lernen, was sie ihm vorsetzen.“ – Seite 151

Das Ende war absolut unerwartet und das mein Mund bei den letzten Seiten nicht offen stand, hat mich selbst schon gewundert. Es war stellenweise schockierend, aber sehr gut gemacht und ich hätte damit so einfach nicht gerechnet! Gefühlt hat sich mein Lesetempo bei den letzten Szenen noch mal verdoppelt, so schnell bin ich durch die Geschichte gerast. In dem Schuber sind am Ende als Zusatzmaterial noch „Die Geheimakten“ zu lesen. Dadurch erfährt man mehr über die Organisation ANGST, über einige der Teilnehmer und am meisten etwas über die Vergangenheit von Thomas und Teresa. Ich hatte ein wenig das Gefühl, dass es ein Versuch war, im Nachhinein noch einige der offenen Fragen zu klären, nichtsdestotrotz war es für mich interessant, diese Informationen zu bekommen.

Wenn ich der Trilogie als Ganzem eine Punktzahl geben würde, dann wären es mit Sicherheit volle 5 Sterne. Alle drei Bücher sind vollgepackt mit Action und Überraschungen, unerwarteten Wendungen und klasse Figuren. Es ist ein rasanter Lesespaß, den ich sehr genossen habe.

Bewertung

Einstieg in die Geschichte: 5/5
Handlung: 5/5
Charaktere und ihre Entwicklung: 5/5
Schreibstil: 5/5
Gesamt: 5/5

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