REZENSION | Kerstin Gier | “Die Mütter-Mafia”

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Rezension
Da meine Eltern zu Hause mitbekommen haben, wie sehr ich die beiden Bücher der “Silber”-Reihe geliebt habe, hat meine Mutter mir direkt ein weiteres Buch von Kerstin Gier geliehen: “Die Mütter-Mafia”. Ich war gespannt, ob ich nicht nur ihre Jugendbücher toll finde.

Allgemeines

Titel: Die Mütter-Mafia
Autorin: Kerstin Gier
Verlag: Bastei Lübbe
Reihe: Band 1
Seitenzahl: 316
Erscheinungsjahr: 2005
ISBN: 978-3-404-15296-4
Preis: 8,99€ | 6,99€
Kaufmöglichkeiten: Buch | eBook

Inhalt

Constanze fällt aus allen Wolken, als ihr Mann Lorenz aus heiterem Himmel die Scheidung einreicht. Da er Anwalt ist, kümmert er sich mit einem Freund um alle Details, sodass Constanze sich darum nicht sorgen muss. Sie macht sich mehr Sorgen um ihre Kinder Nelly und Julius. Vor allem die pubertierende Nelly ist von der Scheidung ihrer Eltern und dem damit verbundenen Umzug alles andere als erfreut. Während Nelly noch bei ihrem Vater bleibt und Constanze mit ihrem Sohn Julius “Urlaub” bei ihren Eltern auf der Watteninsel Pellworm macht, wird das alte Haus von Lorenz’ verstorbener Mutter hergerichtet für die drei. Das denkt zumindest Constanze. Zurück in Köln bemerkt sie jedoch schnell, dass das Ganze nicht so einfach ist. Und dann ist da noch die Mütter-Society in Julius’ neuem Kindergarten, bei der Constanze gerne Mitglied werden möchte.

Meinung

Kerstin Giers Schreibstil hat mir auch in “Die Mütter-Mafia” sehr gut gefallen. Sie schreibt mit einer ordentlichen Portion Witz und Charme, sodass man nicht selten Tränen lachen muss. Auch ihre Charaktere sind allesamt starke Persönlichkeiten, sodass es Spaß macht, ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte zu verfolgen.
“Ich hatte das Studium an den Nagel gehängt, meine Kinder großgezogen und mich bemüht, mein Leben mit den richtigen Dingen auszufüllen: den richtigen Büchern zum richtigen Party-Smalltalk, den richtigen Schuhen zum richtigen Kleid, den richtigen Urlaubszielen mit den richtigen Freunden, den richtigen Gerichten zum richtigen Anlass und dem richtigen Umgang mit der richtigen Putzfrau.” – Seite 24
Die Protagonistin, aus deren Sicht das Buch geschrieben ist, kam mir so manches Mal ein bisschen naiv vor, aber zum Glück wurden ihr von der Autorin die richtigen Personen an die Seite gestellt. Ihre Freundinnen Trudi und Mimi helfen ihr aus jeder Patsche, aber auf eine klasse Art und Weise.
“Wir sind ein Netzwerk fröhlicher, aufgeschlossener und toleranter Frauen, die alle eins gemeinsam haben: den Spaß am Mutter-Sein. Ob Karrierefrau oder ‘Nur’-Hausfrau: Hier tauschen wir uns über relevante Themen der modernen Frau und Mutter aus und unterstützen uns gegenseitig liebevoll.” – Seite 7
Das Buch beginnt mit diesem Auszug aus dem Forum der Mütter-Society sowie einzelnen Beiträgen, in denen das Wesen der Mitglieder schon sehr gut zum Vorschein kommt. Eins sei gesagt: Wenn man sich die Mütter in diesem Netzwerk genauer anschaut, so hat diese Forumseinleitung etwas stark Ironisches an sich. Immer wieder tauchen diese kleinen Einblicke zwischen den Kapiteln auf und das gefällt mir besonders gut. Schade finde ich nur, dass die Gegenbewegung der “Mütter-Mafia” leider erst sehr spät im Buch auftaucht.

Fazit

Ein unterhaltsames Buch nicht nur für Mütter, welches für Lachtränen sorgen kann.
{ 5/5 Punkte }

2 Kommentare

  1. Eine hilfreiche Rezension, nach der ich jetzt richtig Lust auf dieses Buch bekommen habe! Jetzt wird aber erst einmal „Silber“ von Kerstin Gier gelesen, dann schaue ich mich mal nach diesem Buch um… ;-)

    Liebe Grüße,
    die Leseeule

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