REZENSION | Khaled Hosseini | “Traumsammler”

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Rezension

Dieses Buch habe ich von den Eltern meines Freundes geschenkt bekommen, da ich von “Tausend strahlende Sonnen” wirklich begeistert war. Nach drei bis vier Monaten auf dem SuB kam ich nun dazu, das Buch zu lesen.

Allgemeines

Titel: Traumsammler
Autor: Khaled Hosseini
Verlag: S. Fischer
Reihe: nein
Seitenzahl: 440
Erscheinungsjahr: 2013
ISBN: 978-3-10-032910-3
Preis: 19,99€ | 17,99€
Kaufmöglichkeiten: Buch | eBook

Inhalt

Pari und Abdullah wachsen zusammen mit ihrem Halbbruder Iqbal in dem kleinen afghanischen Dorf Shadbagh auf, aufgezogen von ihrem Vater Saboor und dessen zweiten Frau Parwana. Ihre leibliche Mutter ist bei Paris Geburt gestorben, woraufhin ihr Vater in ein tiefes Loch fiel. So kam es, dass Abdullah sich um seine sieben Jahre jüngere Schwester kümmert und sie aufzieht. Doch eines Tages bekommt ihr Vater ein Angebot seines Schwagers Nabi, welches er nur schwer ablehnen kann – doch seine Entscheidung wird das Leben der Geschwister komplett auf den Kopf stellen.

Meinung

Mir fiel es auf den ersten Seiten schwer ins Geschehen hinein zu kommen, da der Autor den Leser sofort mitten ins Getümmel wirft. Das Buch beginnt damit, dass Saboor seinen Kindern eine Geschichte erzählt, aber mittendrin immer wieder mit ihnen redet, sodass man zwischendurch nicht genau weiß, wo die Trennung verläuft zwischen “Realität” und “Fiktion”.

“Saboor erzählte ständig Geschichten von Feen und Dschinns, Dämonen und Ungeheuern. Die Dorfkinder umringten ihn und lauschten, während er Märchen für sie erfand. Und vor einem halben Jahr hatte Parwana zufällig gehört, wie Saboor zu Nabi gesagt hatte, dass er seine Geschichten hoffentlich irgendwann aufschreiben könnte.” – Seite 71

Nach den anfänglichen Schwierigkeiten fand ich mich doch recht zügig zurecht in dem Alltag der Familie. Schnell wird dem Leser deutlich, dass die Stiefmutter sich nicht sehr gut um die beiden älteren Kinder kümmert und dass Abdullah sich sehr rührend um seine kleine Schwester Pari sorgt.

“Er tat es frohen Herzens. Er fand es wunderbar, dass er Pari bei ihren ersten Schritten helfen, über das erste Wort staunen konnte, das sie sagte. Das, glaubte er, war sein Daseinszweck – Gott hatte ihn dazu auserkoren, sich um Pari zu kümmern, nachdem Er ihre Mutter zu sich geholt hatte.” – Seite 42

Um die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkel erzählen zu können, wechselt der Autor immer wieder den Erzähler, die Zeit und auch den Ort. Diese Sprünge, die nicht nur kapitel-, sondern auch absatzsweise passieren, behindern den Lesefluss doch sehr und ich musste immer wieder bei den ersten Zeilen eines Absatzes herausfinden, wer nun erzählt und was überhaupt geschieht. Zudem spielen die Kapitel zu unterschiedlichen Zeiten und der Ort wird auch andauernd gewechselt.

Besonders gut gefiel mir, dass es die Geschichte einer Familie war, mit Hauptaugenmerkt auf der kleinen Pari, und dass sich gegen Ende hin alle Puzzleteile ineinander fügen und man erst dann so richtig das große Ganze erblickt.

Fazit

Durch die ständigen Sprünge in der Geschichte und die stellenweise doch sehr langatmigen Passagen, ließ sich das Buch für mich nicht sehr flüssig lesen. Dennoch ist es eine zauberhafte Geschichte einer Familie, die viele Schicksalsschläge durchmachen musste, aber doch immer zueinander steht.

{ 3/5 Punkte }

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