REZENSION | Mareike Giesen | „Liebe 2.0“

Schreibe einen Kommentar
Rezension
Dieses Buch las ich im Rahmen der Lesenacht XXL. Da ich spontan keine Lust auf Thriller, Historische Romane und Co. hatte musste ich auf einen Liebesroman zurückgreifen. Da kam mir “Liebe 2.0” von Mareike Giesen gerade gelegen.

Allgemeine Informationen

Titel: Liebe 2.0
Autorin: Mareike Giesen
Verlag:
Reihe: nein
Seitenzahl: 332
Kaufmöglichkeiten: eBook

Das Cover

Warum auf dem Cover ein Lebkuchenherz zu sehen ist, habe ich auch nach der Lektüre des Buches noch nicht verstanden. Hätte ich nur so das Cover gesehen, hätte ich es vielleicht nicht herunter geladen.

Meine Erwartungshaltung

Als ich mit dem Buch anfing, wollte ich gut unterhalten, aber nicht gelangweilt werden. Ich erhoffte mir Romantik, die nicht allzu vorhersehbar ist.

Die Handlung

Julia Wagner hat sich nach zwölf Jahren Beziehung drei Tage vor ihrer Hochzeit von ihrem Verlobten Jonas getrennt. Obwohl die Trennung einvernehmlich war, braucht Julia lange, um sie zu verarbeiten (verständlich nach so einer langen Beziehung). Da Jonas aber ihren Lebensunterhalt mitfinanzierte, da sie gerade anfing einen Roman zu schreiben, brauchte sie schnell wieder einen Job und kam so wieder zu dem Radiosender Totallokal, bei dem sie auch schon ein Praktikum absolvierte. Die Arbeit reizt sie gar nicht und sie hat keinen Spaß an den ihr aufgetragenen Aufgaben. Dennoch geht sie gerne zur Arbeit, denn da wäre einmal die andere freie Mitarbeiterin, Astrid, und der Praktikant, Max.
Astrid ist ihre beste Freundin, auch wenn sie an so etwas nicht mehr glaubt, und die beiden überstehen den Arbeitsalltag mit Chef Thomas und dem Moderatorenteam Manuel, Sven und Nathalie nur gemeinsam. Beide sind Singles und verbringen ihre freien Abende gerne zusammen auf Männerjagd, bei der sie gerne (selbst)ironisch sind.
Zwischen Max und ihr knistert es ziemlich und so kommt es, wie es kommen muss: Die beiden fangen ein Verhältnis an, das von Geschlechtsverkehr geprägt ist. Doch nach und nach wird Julia ob ihrer Gefühle für Max immer verwirrter.
Damit das Ganze noch verworrener wird trifft Julia auf den Autoren Martin Egger, den sie anstelle von dem erkrankten Sven interviewen soll. Sie hat ihn vorher noch nie gesehen, und so kommt es, dass sie ihn zunächst für einen Journalisten hält. Als Herr Egger dann auf die Bühne tritt um die Lesung zu halten, will Julia nur noch in Boden versinken. Doch das anstehende Interview bringt sie dann doch noch über sich, aber nicht ohne die Telefonnummer des Autoren zu bekommen.

Der Schreibstil

Mareike Giesen schreibt in Jugendsprache und macht ihre Sätze nicht länger als nötig. An sich passt ihr Stil sehr gut zu dem Buch, mir gefiel jedoch nicht, dass sie Wörter wie “Schwanz” (Seite 40) eingebaut hat, obwohl sie zur Jugendsprache gehören. Meiner Meinung nach gehören solche Worte nicht in einen Liebesroman oder sonst ein Buch, außer, es ist ein Erotikroman.

Meine Notizen

Wie gerade schon erwähnt hat mir die Wortwahl der Autorin an manchen Stellen missfallen, ansonsten fand ich das Buch aber ansprechend und gut zu lesen.
Das die Protagonistin gleich zwei Männer bezirzt finde ich ist sehr klischeehaft und finde ich schade, da beide Männer für sich schon sehr interessant und gut erdacht sind. Auch für die nötige Portion Drama war gesorgt.
Gut gefiel mir, dass Frau Giesen auch die Familie der Hauptfigur mit eingebaut hat und diese eine wichtige Rolle in Julias Leben spielt. Ich bin ein Familienmensch und fand es daher toll zu sehen, wie die Beziehung der Eltern und der Geschwister Clara, Tristan und Julia untereinander ist und was für eine tolle Entwicklung sie durchmachen.

Mein Fazit

Ein unterhaltsames Buch mit einer vorhersehbaren Liebesgeschichte und einer Wortwahl, die mir an manchen Stellen sauer aufstieß.

{ 3/5 Punkten}

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*