REZENSION | Marie Lu | „Legend – Fallender Himmel“

buchhandel.de Marie Lu | 'Legend - Fallender Himmel'Das Buch „Legend – Fallender Himmel“ habe ich in Jennys Frühlings-SuB-Video vom Kanal Regenbogengarten gesehen. Da ich im Moment gerne mehr mit anderen Leuten gemeinsam lesen möchte, habe ich sie gefragt, ob sie darauf Lust hätte. Nun haben wir das Buch zusammen in den letzten Tagen gelesen und meine Meinung erfährst du hier.

Fakten

Titel: Legend – Fallender Himmel
Autorin: Marie Lu
Verlag: Loewe
Reihe: Band 1
Seitenzahl: 363
Erscheinungsjahr: 2012
ISBN:  9783785573945

Day und June leben beide in der Republik, doch könnten sie nicht unterschiedlicher sein. Dennoch kreuzen sich eines Tages auf unglücklichem Weg ihre Pfade und es wird für beide schwierig, Freund und Feind auseinander zu halten.

„Mit anderen Worten: Die Republik hat keine Ahnung, wie ich aussehe. Sie scheinen insgesamt nicht besonders viel über mich zu wissen, außer dass ich jung bin und dass sie meine Fingerabdrücke so oft durch ihre Datenbanken jagen können, wie sie wollen – sie bekommen keinen Treffer. Darum hassen sie mich so, darum bin ich vielleicht nicht der gefährlichste Verbrecher des ganzen Landes, aber der meistgesuchte. Denn ich lasse sie ziemlich dumm aussehen.“ – Seite 10

Die Charaktere in dem Buch waren für mich leider viel zu platt. Im Laufe der Geschichte erfuhr ich zwar noch einige Details aus der Vergangenheit von beiden Jugendlichen, aber ihre Beweggründe blieben für mich immer noch nicht nachvollziehbar. Day war mir dabei aber immer noch sympathischer als June, da er mehr hinterfragt und nicht wie June einfach blindlings dem folgt, was die Republik ihr vorgibt. Das könnte zwar auch an ihren Hintergründen liegen – Day kommt aus den Armenvierteln, June aus einer reichen Familie – aber das blinde Folgen von Befehlen kritisiert June selbst bei anderen. Zudem fand ich sie sehr überheblich und verzogen, sodass mich ihre Gedanken emotional leider kalt gelassen haben. Day, der viel für die Menschen macht und nicht einfach Gewalt wüten lässt, war mir da weitaus sympathischer. Obwohl beide Protagonisten im Verlauf der Handlung Verluste zu verzeichnen haben, hat mich der von Day durchaus mehr getroffen.

„‚Vierzehnter Stock!‘, rufe ich ihnen zu. Sofort geht das aufgeregte Geraune wieder los. So sieht mein Verhältnis zu den anderen Studenten aus. Sie respektieren mich, diskutieren und tratschen über mich – aber selten mit mir. Aber so ist es wohl, das Leben einer Fünfzehnjährigen im Abschlussjahrgang an einer Uni, an der man eigentlich erst mit sechszehn zu studieren beginnt.“ – Seite 26

Die Handlung war für mich sehr vorhersehbar und dadurch kam auf den knapp 350 Seiten kaum Spannung auf. Selbst wenn eine nicht ganz vorhersehbare Wendung auftrat, so war sie dennoch nicht sonderlich überraschend. Jenny und ich haben beide die ganze Zeit gehofft, dass noch etwas Unerwartetes passieren würde… und wurden enttäuscht. Für die Handlung war auch die Republik wichtig, über die aber auch kaum Informationen preisgegeben wurden. Das fand ich sehr schade, schließlich ist der Elektor derjenige, der die Macht über alle hat. Die Republik kämpft zum Beispiel gegen Kolonien und über die Hintergründe und die Geschichte wird so gut wie gar nichts erzählt. Die Republik sortiert die Kinder nach ihrem zehnten Geburtstag mithilfe des „Großen Test“ und weist ihnen verschiedene Arbeiten zu. Bei dem Test kann man auch durchfallen und angeblich kommen diese Kinder dann in Arbeitslager, aber da war mir von Anfang an klar, dass das nur die halbe Wahrheit sein wird. Nebenbei wird auch noch eine Seuche bekämpft, aber auch darüber wusste ich als Leserin kaum etwas. Dass ich ständig im Dunkeln gelassen wurde, hat mich irgendwann nur noch frustriert.

Nachdem ich nun so viel kritisiert habe, komme ich schnell zu etwas Positivem: Der Schreibstil der Autorin und eben auch die Übersetzung waren sehr gelungen. Ich bin quasi über die Seiten geflogen, so schnell ließ es sich lesen.

Bewertung

Einstieg in die Geschichte: 3/5
Handlung: 3/5
Charaktere und ihre Entwicklung: 4/5
Schreibstil: 5/5
Gesamt: 3,75/5

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