REZENSION | Michaela Grünig | „Wie ich Brad Pitt entführte“, Teil 1

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Rezension
So, es gibt nun zum ersten Mal eine (Mini-)Rezension auf meinem Blog! Hach, wie freu ich mich ;) Um in das Rezensieren erst einmal herein zu kommen und es auch zu üben, habe ich mich für ein sehr kurzes Buch entschieden – aber seht selbst. Wenn ihr noch ein kleines „Making Of“ dieser Rezension sehen wollt, dann wartet das Ende dieses Eintrags ab ;)

Allgemeine Informationen

Titel: „Wie ich Brad Pitt entführte“
Autor: Michaela Grünig
Verlag: neobooks
Ist es eine Serie?: Ja, erster Band
Seitenanzahl: 68
Kaufmöglichkeiten: eBook (Teil 1 ist gratis)

Meine Erwartunaltung

Ich hatte vorher schon eine Rezension gelesen (→hier bei Petzi) und auch ein bisschen was von dem Buch gehört. Daher dachte ich mir, dass es sicher ein leichtes und lustiges Buch sein wird, welches seichte Unterhaltung für Frauen bieten wird. Ob sich diese Erwartung bestätigt hat erfahrt ihr in meinem Fazit!

Handlung

Die Haupthandlung lässt sich schon am Titel ablesen: Die Protagonistin Vicki Leenders entführt das deutsche Äquivalent zu Brad Pitt – den Schauspieler Tom Schneider. Nebenbei wird noch ein Mann vermisst und ein Lokalreporter wird von seinem Job erst einmal suspendiert. Aus der Vermisstenanzeige wird im Laufe des Buches ein Mordfall und der Reporter darf nur wieder in seine Redaktion kommen, wenn er eine Topstory mit sich bringt. Wie ihr seht wird dieses Buch also aus drei Sichtweisen erzählt: Vickis, die der Polizistin Nicole Kramer und die von Blitzi, dem Reporter.
Schon zu Beginn lernt man viele verschiedene Charaktere kennen. Da wären zunächst einmal Vicki Leenders (deren Namen man jedoch erst spät erfährt), ihre beste Freundin Linda (wird nur erwähnt, taucht aber nicht auf, ebenso wie Vickis Eltern) und der Schauspieler Tom Schneider.
Im zweiten Handlungsstrang kommen dann die Polizisten Nicole Kramer und Max Benninger dazu, sowie Frau Mehlmann-Larsen und ihr vermisster Verlobter Frank Hagedorn.
Der dritte – und letzte – Handlungsstrang erzählt die Geschichte von Blitzi, seinem Freundeskreis und seiner Suspendierung von seinem Job. Hier treten noch mehr Figuren auf, von denen aber keine als besonders wichtig für die Geschichte erscheint.
Direkt am Anfang des Buches erfährt man, dass Vicki in psychiatrischer Behandlung beim „Psychosen-Meyer“ ist. Im weiteren Verlauf erfährt man dann, dass sie den Schauspieler entführt hat, da er (angeblich!) Alkoholprobleme hat und sie ihn von seiner Sucht erlösen will. Die Protagonistin wirkt naiv sowie sehr verwöhnt und wirkt daher auch etwas kindlich. In ihrer Schwärmerei zu Tom wirkt sie wie ein Teenager, der zum ersten Mal verliebt ist – jedoch ist sie schon dreißig und hat eine lange Liste an Ex-Freunden vorzuweisen.
Zu Anfang versteht Tom Schneider noch nicht, dass sie ihn entführt hat, wird aber immer ungehaltener, als er es herausfindet. Vicki versucht jedoch alles, ihrem Schwarm bei dem Entzug zu helfen.
Die Polizistin Nicole Kramer steht mit ihrem Kollegen Max Benninger in direktem Konkurrenzkampf um eine Beförderung. Daher ist sie umso weniger erfreut, dass beide zusammen die Leitung des Mordfalls übernehmen dürfen. Im Laufe dieser Geschichte wird aber deutlich, dass die beiden nicht nur Konkurrenten sind, sondern auch, dass Nicole Gefühle für Max hegt, welche sie aber zu unterdrücken versucht.
Blitzi ist eine sehr schillernde bisexuelle Persönlichkeit, der beruflich und auch privat viel in Kölns Nachtleben unterwegs ist. Wenn man ihn begleitet, lernt man viele spannende Personen kennen, die ihm helfen, die Topstory für seinen Chef, den „Gnom“, zu finden.
Das Buch endet mit einem sehr fiesen Cliffhanger, der dazu animieren soll, direkt den zweiten Teil zu lesen.

Der Schreibstil

Die Autorin Michaela Grünig beschreibt alles in Umgangssprache, was eine Ebene herstellen soll zwischen der Protagonistin Vicki und dem Leser/der Leserin. „Wie ich Brad Pitt entführte“ hat eine super Einleitung in das Geschehen; die Kapitel sind kurz und knapp, was angesehen der eBook-Länge von 68 Seiten jedoch angemessen ist. Immer mal wieder nutzt Frau Grünig Cliffhanger, so dass die Spannung erhalten bleibt.
Der Handlungsstrang von Vicki ist in der Ich-Perspektive geschrieben, die anderen beiden in der dritten Person Singular.

Meine Notizen

Ich bin persönlich kein Fan von exzessivem Gebrauch der Umgangssprache in einem Buch. Klar, manchmal mag das ganz passend sein und der Leser kommt dadurch auch gut in die Handlung rein, ich lese es jedoch nicht gern – das ist aber Geschmackssache. Generell hatte ich bei dem Buch das Gefühl, dass alles sehr „gespielt jugendlich“ ist, was mir auch nicht so gefiel.
Das Buch ist witzig erzählt und wirkt sehr lebendig, vor allem durch die verschiedenen Geschichten, die kunterbunt gemixt werden. Am Anfang hatte ich Angst, bei den Strängen durcheinander zu kommen, aber da sie so vielseitig und abwechselnd sind kann man sie gut auseinander halten. Zudem wird immer nur ein Strang in einem Kapitel weitergeführt.
Durch die Cliffhanger, die immer mal wieder eingestreut werden, baut sich ein Spannungsbogen in allen drei Handlungssträngen auf. Diese werde vor allem bei den Kapiteln der Protagonistin Vicki Leenders eingesetzt, was besonders wirkungsvoll ist.
Michaela Grünig hat ihre Charaktere (von denen es doch einige gibt, die aber nach und nach eingeführt werden) interessant und sehr gelungen gestaltet. Sie sind vielseitig und aus unterschiedlichen Kreisen mit sehr verschiedenen Charakterzügen, was sie unverwechselbar macht.
Anfangs fiel es mir sehr schwer Sympathie für Vicki zu empfinden und ich bin mit ihr auch im Laufe des Buches nicht ganz warm geworden.

Fazit

Bei diesem Buch sind viele Lacher programmiert und man kann es zügig durch lesen. Wer keine besonders hohen Ansprüche an Sprachqualität und Satzbau haben, sowie eine leichte Lektüre wollen, ist mit dem Buch bestens bedient. Alles in allem haben sich meine Erwartungen an das Buch also bestätigt.
{ 3/5 Punkten }

„Making Of“

Da dies meine erste Rezension war, wollte ich nicht unvorbereitet an die Sache ran gehen. Zudem vergesse ich manchmal Details und Namen aus dem Buch (Asche auf mein Haupt!), sodass ich mir Notizen machen musste wollte. Wie das Ganze ausgesehen hat? So:
Cover der eBooks und der (noch) leere Notizzettel.
Meine Notizen nach Lesen des Buches.
Rezension ist fertig!
Das war meine erste Rezension hier auf dem Blog. Habt ihr noch Verbesserungsvorschläge?
Habt ihr das Buch auch gelesen oder sogar schon alle Teile? Was ist eure Meinung dazu? Falls ihr eine Rezension dazu verfasst habt, so lasst mir doch gerne den Link dazu in den Kommentaren da!

1 Kommentare

  1. Du hast deine Rezension wirklich wunderbar geschrieben :D Ich freue mich, dass dir das Buch einigermaßen gut gefallen hat (:
    Ich finde dein Making of wirklich zuckersüß :D Dass du das so aufn Block schreibst und so. :D Du hast doch ereader, kannst du damit keine Notizen machen? o:

    Liebst, Lotta

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