REZENSION | Paula Hawkins | „Girl On The Train“

Schreibe einen Kommentar
Rezension

buchhandel.de fraencisdaencis.deDieses Buch war – nicht zuletzt durch die vielen Werbeaktionen – in aller Munde. Jeder sprach darüber, jeder las es. Als dann die Mutter des Freundes meiner kleinen Schwester fragte, ob ich das Buch empfehlen würde, konnte ich dazu nichts sagen. Sie las es, fand es aber nicht so gut und wollte es mir leihen, damit ich selbst mir ein Bild davon machen konnte. Da ich aber nach Österreich gezogen bin, habe ich das Buch als Hörbuch vom Verlag angefragt und es freundlicherweise auch zur Verfügung gestellt bekommen. Vielen Dank dafür! Ob ich mich der Meinung anschließe oder nicht, das kannst du nun herausfinden.

Sie beobachtet dich – und schleicht sich in dein Leben. Jeden Morgen pendelt Rachel mit dem Zug in die Stadt, und jeden Morgen hält der Zug an der gleichen Stelle auf der Strecke an. Rachel blickt in die Gärten der umliegenden Häuser, beobachtet ihre Bewohner. Oft sieht sie ein junges Paar: Jess und Jason nennt Rachel die beiden. Sie führen – wie es scheint – ein perfektes Leben. Ein Leben, wie Rachel es sich wünscht. Eines Tages beobachtet sie etwas Schockierendes. Kurz darauf liest sie in der Zeitung vom Verschwinden einer Frau – daneben ein Foto von »Jess«. Rachel meldet ihre Beobachtung der Polizei und verstrickt sich damit unentrinnbar in die folgenden Ereignisse … – Random House Audio

Das Buch ist aus der Sicht von drei Frauen geschrieben: Rachel, Anna und Megan. Es beginnt mit der Sicht von Rachel und sie ist auch die Protagonistin, Megans und Annas Blickwinkel kommen seltener vor und nur dann, um Rachels Geschichte noch zu unterstreichen, Details zu liefern. Rachel war mir von Anfang nicht wirklich sympathisch. Sie jammert viel, trinkt ohne Ende und hängt immer noch ihrem Ex-Mann Tom nach, welcher sie mit Anna betrogen hat und diese geheiratet sowie mit ihr ein Kind bekommen hat. Auch Anna war mir unsympathisch. Sie weiß, dass Tom nicht der Treuste unter der Sonne ist (schließlich hatte sie mit ihm eine Affäre, bevor sie schwanger wurde), doch sie glaubt ihm alles und ist so verliebt in ihn, dass sie ihm alles verzeiht und Rachel für sie die Böse ist. Zu Megan hatte ich keine besondere Beziehung, was sie mir erzählte war mir die meiste Zeit egal.

Da keine der drei Frauen mich von sich überzeugen konnten – und ebenso wenig die anderen Charaktere – war ich nicht in der Geschichte gefangen; ich wollte oft gar nicht weiterhören, weil es mir egal war, wie es weiter geht. Erst gegen Ende, als sich das Ganze auflöste, fand ich es spannend und wollte dann doch wissen, wie es endet. Das ging dann doch sehr schnell alles, war aber doch gut gemacht. Die Wendung hätte ich so nie im Leben kommen sehen und war sehr überrascht.

Die drei Sprecherinnen haben das Hörbuch gut gesprochen, jedoch mochte ich nur Megans Stimme, die anderen beiden fand ich nicht passend und ich mochte auch ihren Klang nicht. Andererseits war es dadurch dann doch wieder passend, weil mich die Protagonistinnen auch genervt haben.

Das Hörbuch war für mich nichts Besonderes, ich war nicht gefangen in der Geschichte und nur das Ende konnte mich wirklich packen. Empfehlen kann ich es dir dann, wenn die Geschichte dich wirklich anspricht.

Fakten

Titel: Girl On The Train
Autorin: Paula Hawkins
Übersetzer: Christoph Göhler
Sprecherinnen: Britta Steffenhagen, Rike Schmid, Christiane Marx
Verlag: Random House Audio
Reihe: nein
Laufzeit: 10h 40
Erscheinungsjahr: 2015
ISBN: 9783837131420
Weitere Rezensionen:

Hast du dieses Buch ebenfalls gelesen und eventuell auch rezensiert? Dann melde dich bei mir und ich verlinke deine Rezension!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*