REZENSION | Robin Gold | “Die Liste der vergessenen Wünsche”

Kommentare 2
Rezension
Oh man, es tut mir aufrichtig leid, dass im Moment kaum etwas von mir kommt. Aber leider hat mich das Studium wieder so fest im Griff, dass ich abends aus der Bib komme und keinen großen Nerv habe ein Buch in die Hand zu nehmen. Aber keine Sorge, ich weiß aus Erfahrung, dass sich das wieder einpendelt. Habt bitte etwas Geduld mit mir!

Dieses Buch ist mein erstes Rezensionsexemplar und ich freue mich riesig, dass ich es zur Verfügung gestellt bekommen habe! :)

Allgemeine Informationen

Titel: Die Liste der vergessenen Wünsche
Autorin: Robin Gold
Verlag: blanvalet-Verlag
Reihe: nein
Seitenzahl: 350

Das Cover

Mir gefällt das Cover sehr gut, vor allem, da es eine nicht absolut realitätsgetreue Darstellung zeigt. Die Farbgebung spricht mich auch an, ich kann mir aber vorstellen, dass die Kombination rosablaugrün nicht jedem zusagt. Der Heißluftballon, der auf dem Cover zu sehen ist, kommt nicht nur in dem Buch vor, sondern symbolisiert vielleicht auch die Wünsche, die so schnell in Vergessenheit geraten können.

Meine Erwartungshaltung

Als ich dieses Buch in der Hand hielt, hoffte ich auf eine Geschichte, die mich rührt, die aber trotz ernsterer Themen dennoch unterhaltend ist.

Die Handlung

Clara Black ist seit mehreren Jahren mit Sebastian zusammen und nun sind die beiden verlobt. Doch kurz vor ihrer Hochzeit stirbt Sebastian bei einem Autounfall und Claras Welt bricht zusammen. Sie ist nur noch in sich gekehrt und lässt keinen mehr an sich heran.
Zu Thanksgiving jedoch fährt sie zu ihrer Mutter Libby und ihrem Bruder Leo nach River Pointe. Dort wartet ein Päckchen auf Clara, mit dem sie nicht gerechnet hat: Ihre ehemalige Lehrerin hat ihr die Zeitkapsel geschickt, die sie mit acht Jahren gestaltet hat. Durch einen schicksalhaften Moment im Supermarkt, bei dem sie auf ihren damaligen Schwarm Billy Warrington trifft, verändert sich ihr Leben wieder einmal auf einen Schlag. Clara Black beschließt, alle ihre Wünsche von damals vor ihrem 35. Geburtstag zu erledigen – ob sie diese Aufgabe in den verbleibenden neun Monaten schafft?

Der Schreibstil

Robin Golds Schreibstil gefiel mir gut. Die Autorin verwendete keine mir unpassend erscheinenden Wörter. Die Einteilung des Buches in einerseits Kapitel, aber auch andererseits in Monate war das Tüpfelchen auf dem i.

Meine Notizen

Zu Beginn erfährt man nicht viel über die Protagonistin, denn man wird direkt in eine Szene mit ihrem Verlobten hineinversetzt. Dort erlebt man dann, wie sehr die beiden sich lieben und dass sie sich auf ihre Hochzeit im Frühjahr freuen. Nach diesem Einstieg wechselt die Autorin sofort zu einer traurigen Szene: Clara und ihr Bruder Leo beerdigen mit sechs bzw. acht Jahren ihren geliebten Kater Schweinebraten. Allein schon dieser Stimmungsumschwung bewirkte bei mir, dass ich mich gut auf die Handlung einlassen konnte und ich war darauf gefasst, mich nun erst einmal durch den ernsten und traurigen Teil zu lesen – und so war es dann auch. Das kam nicht sonderlich überraschend, war aber gut gemacht. So hatte ich als Leserin direkt ein Gefühl für die Geschichte und auch für das, was die Autorin einem mitgeben will: Genieße jeden schönen und glücklicken Moment im Leben, denn er kann schnell wieder vorbei sein.
Nachdem man erfährt, dass Sebastian verstorben ist, macht die Handlung einen Sprung zu dem Moment hin, an dem Clara in ihrer Heimat ist. Doch wie es ihr in der Zwischenzeit ergangen ist, erfährt man dennoch. Die kleinen Erinnerungen, die Clara in ihrem Elternhaus einholen und die, welche sie mit ihrem älteren Bruder verbindet, lassen deutlich werden, was für eine Person Clara Black ist. Diese kleineren Szenen aus der Vergangenheit gefielen mir sehr gut.
Einziger Minuspunkt: Die Geschichte war mir zu sehr konstruiert. Ja, ich weiß, es ist keine wahre Begebenheit, da darf alles perfekt laufen, aber mir war das manchmal einfach “too much”. Vor allem ab dem Moment, in dem die Hauptfigur sich dazu entschließt, die Liste abzuarbeiten, läuft eigentlich alles zu sehr nach Plan. Ein paar kleinere Rückschläge hätten der Geschichte keinen Abbruch getan.

Zitate

“Es war ein bisschen so, als wäre sie, wenn auch nur für einen kurzen, superschwulen, magischen Moment, aus einem tiefen, schweren Schlaf erwacht, nur um dann gleich wieder in seinen unbarmherzigen Bann gezogen zu werden.” – aus “Die Liste der vergessenen Wünsche” von Robin Gold, Seite 75
“Chefkoch Guillaumes Schüler, die sich mit großen Augen eifrig Notizen machten, nickten andächtig bei den Worten ihres vom Time Magazine als ‘Gott der Kulinarik’ titulierten Lehrmeisters, als würde er ihnen das Evangelium predigen.” – aus “Die Liste der vergessenen Wünsche” von Robin Gold, Seite 104
“Er nickte bekräftigend. ‘Sie werden schon sehen. Glaub dran, und es wächst. So einfach ist das.’” – aus Robin Golds “Die Liste der vergessenen Wünsche”, Seite 325

Mein Fazit

Trotz des kleinen Mangels bezüglich des Aufbaus der Handlung finde ich das Buch sehr schön und habe es gerne gelesen. Während und nach dem Lesen von “Die Liste der vergessenen Wünsche” habe ich mir immer wieder Gedanken darüber gemacht, was ich denn für heimliche und manchmal auch nicht so heimliche Wünsche hege und wo ich mich in einigen Jahren sehe.

 
{ 4/5 Punkten }
Vielen Dank an Lotta und den blanvalet-Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

2 Kommentare

  1. Hach, ich wurde erwähnt <3 Ich bin ja schon ein bisschen stolz :D
    Ich freue mich dass dir das Buch auch ganz gut gefallen hat und hoffe, dass du nun einen guten Einstieg mit dem Verlag hast ;)
    Hast eine sehr schöne und ausführliche Rezension geschrieben und ich komme mit deiner Meinung auch ziemlich über ein. :)

    Liebst, Lotta

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