REZENSION | Scott Westerfeld | „ugly – Verlier nicht dein Gesicht“

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Rezension

Die „ugly, pretty, special“-Reihe habe ich meiner jüngeren Schwester zum bestandenen Abitur geschenkt und war so neugierig, dass ich nun auch endlich den ersten Band lesen wollte. Leider finde ich meine Notizen zu dem Buch nicht mehr, weshalb die Rezension kürzer als sonst ausfallen wird.

Fakten

Titel:  ugly – Verlier nicht dein Gesicht
Autor:  Scott Westerfeld
Verlag:  Carlsen
Reihe:  Band 1
Seitenzahl:  432
Erscheinungsjahr:  2011
ISBN:  9783551310064

ugly - verlier nicht dein Gesicht - Scott Westerfeld
Bildrechte beim Verlag

In Band 1 der Reihe begleiten wir Tally, die kurz vor ihrem 16. Geburtstag steht. Der 16. Geburtstag ist in ihrer Welt einer der wichtigsten Termine überhaupt, denn an dem Tag wird aus einem Ugly ein Pretty. Tally fiebert wie fast alle anderen auch auf diesen besonderen Tag hin und erstellt in ihrem Zimmer immer wieder mögliche neue Gesichter für sich. Sie ist eine der Jüngsten ihres Jahrgangs und so kommt es, dass ihr bester Freund schon zwei Monate vor ihr operiert wird und nach New Pretty Town zieht. Seit diesem Tag ist sie allein unterwegs in den Vororten der Uglies, bis sie bei einem Streifzug auf Shay trifft. Die beiden Mädchen entdecken schnell, dass sie nicht nur das Geburtstagsdatum teilen, sondern auch ihre Vorliebe für Streiche. So kommt es, dass die beiden sehr viel Zeit miteinander verbringen und auf ihren Flugbrettern durch die Nacht fliegen.  Eines Tages weiht Shay ihre neue beste Freundin in ihren Plan ein: Sie will gar keine Pretty werden, sondern stattdessen aus der Stadt fliehen. Shay wird bei ihrer Flucht von David unterstützt und lässt Tally an ihrem Geburtstag alleine zurück. Doch anstatt operiert zu werden, muss sie den Behörden helfen, Shay und andere flüchtige Uglies zu finden.

Tally war mir zu Beginn sehr unsympathisch, da sie mir einfach zu naiv war und alles einfach so geglaubt hat. In meinen Augen hatte sie keinen Funken selbstbestimmtes Denken in sich und das hat mich manchmal an den Rande der Verzweiflung getrieben. Shay wirkt zwar aufgeschlossener und kritischer in ihrem Denken, folgt dabei eigentlich aber auch nur anderen Menschen, die ihr das Wissen weitergegeben haben. An sich also kein guter Start in die Handlung, wenn die beiden Protagonistinnen mir nicht so wirklich zusagen. Zum Glück entwickeln die beiden sich weiter, und zum Schluss haben beide doch noch Punkte sammeln können. Ebenso gut gefiel mir David als Person, der das System nur von außen kennen gelernt hat und ein wirklich kluger Kopf ist.

Die Handlung läuft erst etwas schleppend an, nimmt dann aber an Fahrt auf und wird richtig spannend. Da ab und an jedoch manche Wendungen zu vorhersehbar waren, erlitt die Stimmung ein paar kleine Dämpfer, alles in allem war die Geschichte jedoch sehr gut. Der Stimmung wurde ebenfalls ein kleiner Dämpfer verpasst durch den Schreibstil, der zwar absolut in Ordnung war, aber eben nicht überragend.

Bewertung

Einstieg in die Geschichte: 3/5
Handlung: 4/5
Charaktere und ihre Entwicklung: 5/5
Schreibstil: 3/5
Gesamt: 4/5

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