REZENSION | Simon Bartsch | „Wie ich aus Versehen eine Bank ausraubte.“

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Rezension

Als ich diesen Titel las, wusste ich direkt: Das Buch möchte ich lesen! Umso schöner, dass es mir vom Autor als Rezensionsexemplar angeboten wurde. Vielen Dank nochmal an dieser Stelle!

Fakten

Titel:  Wie ich aus Versehen eine Bank ausraubte
Autor:  Simon Bartsch
Verlag:  FeuerWerke Verlage
Reihe:  nein
Seitenzahl:  239
Erscheinungsjahr:  2015
ISBN:  978-3-945362-05-1

Wie ich aus Versehen eine Bank ausraubte Rezension Simon Bartsch Fraencis Daencis
Bildrechte beim Verlag

Jan ist mit seiner besten Freundin Laura in Köln unterwegs. Als die beiden in eine Bank gehen, schreit Laura plötzlich: „Hände hoch! Das ist ein Banküberfall!“. Jan findet das Ganze sehr witzig, schließlich hat seine Freundin das in ihrem Heimatort schon einmal gemacht. Da hat der Bankdirektor mit ihnen gelacht. Der Bankangestellte in Köln hingegen packt Geld in einen Beutel. Laura, die das so gar nicht geplant hatte, sondern unter dem Tourette-Syndrom leidet, verschwindet so schnell es geht. Jan jedoch packt das Geld ein, denn wenn der junge Mann das schon freundlicherweise einpackt, dann kann man es ja auch mitnehmen. Mit dem geraubten Geld geht es für das ungleiche Paar auf eine kleine Europareise. Schließlich will Jan all die Orte mal gesehen haben, an denen sein Vater war. Eine lustige Reise beginnt!

Schon bei den ersten Seiten musste ich lauthals loslachen – im Bus. Das ist meiner Meinung nach schon ein sehr gutes Zeichen. Der Einstieg in die Geschichte war wirklich klasse. Ich konnte die Protagonisten direkt kennen lernen und die Handlung startet eigentlich direkt mit dem Banküberfall. Danach geht es für die beiden als erstes nach Brüssel. Wer meinen Blog schon länger verfolgt, weiß vielleicht, dass ich zwei Jahre in der Stadt gelebt habe. Ich fand dieses erste Ziel also ziemlich gut, weil ich mich in der Stadt auskenne. Unterwegs passieren den beiden viele witzige Dinge, die natürlich allesamt etwas überspitzt sind, aber das tut dem Ganzen keinen Abbruch. Das einzige, das mich an der Geschichte gestört hat, war der Blog der beiden. Entweder hätte man ihn mehr einbinden müssen – oder gar nicht. So macht er nicht viel für die Geschichte. Hinzu kommt, dass teilweise falsches „Vokabular“ benutzt wurde.

Die beiden Protagonisten Jan und Laura waren mir von Beginn an sympathisch. Jan ist wahrscheinlich geistig behindert, obwohl das so nirgendwo direkt erwähnt wird. Aber aus seinen Handlungen heraus kann man das schon ein wenig ablesen. Laura hat das Tourette-Syndrom, doch Jan denkt, dass sie einfach eine witzige Schauspielerin ist. Das führt zu so manch komischer Szene. Die beiden bilden ein schräges Paar, aber ich mochte es, mit ihnen durch Europa zu reisen. Jans Mitbewohner Victor war mir hingegen nicht sehr sympathisch, aber so war nun mal seine „Rolle“ auch aufgebaut.

Simon Bartsch hat es mit seinem Schreibstil geschafft, dass ich mir die Abenteuer der beiden in den diversen europäischen Städten bildlich vorstellen konnte. Ich musste fast die ganze Zeit mindestens schmunzeln, wenn nicht sogar lauthals lachen. Wenn du also Lust auf einen humorvollen Roman hast, dann ist „Wie ich aus Versehen eine Bank ausraubte.“ sicherlich etwas für dich.

Bewertung

Einstieg in die Geschichte: 5/5
Handlung: 4/5
Charaktere und ihre Entwicklung: 4/5
Schreibstil: 5/5
Gesamt: 4,5/5

2 Kommentare

  1. Das klingt ja wirklich superwitzig! Ich hatte den Titel des Buchs schon öfter mal gelesen, aber mir nur dabei gedacht „hä? wie soll das denn gehen?“, aber so klingt es doch recht logisch und nach einer verrückt-lustigen Idee!

    Liebe Grüße
    Anna

    • fraencisdaencis sagt

      Hallo Anna,

      denselben Gedanken hatte ich beim Lesen des Buchtitels auch :D Aber du hast recht, es ist wirklich verrückt-lustig.

      Liebe Grüße,
      Fraencis

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