Susanna Mewe | „Als meine Schwestern das Blaue vom Himmel holten“

Cover "Als meine Schwestern das Blaue vom Himmel holten", Susanna Mewe, Aufbau Verlag - Rezension fraencisdaencis.dePassend zu der #Geschwisterwoche bekam ich vom Aufbau Verlag ein Rezensionsexemplar von Susanna Mewes Roman „Als meine Schwestern das Blaue vom Himmel holten“. Leider habe ich es nicht mehr geschafft, das Buch in der Woche zu beenden und zu rezensieren. Obwohl die Aktion vorbei ist, möchte ich dir die Rezension zu dem Buch dennoch nicht vorenthalten.

Vom Freund vor die Tür gesetzt, sucht Mia Zuflucht bei ihrer Schwester Paula und deren idyllischem Heim mit Mann und Kind. Aber Paulas Ehe steht vor dem Aus. Gemeinsam mit ihren anderen beiden Schwestern will Mia nun Paulas Glück retten. Natürlich schlägt der schöne Plan fehl: Wie schon so oft, zerstreiten sie sich und suchen das Weite. Dann erfährt Mia, dass eine von ihnen ernsthaft erkrankt ist. Wieder einmal müssen sich die Schwestern zusammentun, um für einander da zu sein. Doch diesmal wirklich. – Aufbau Verlag

Als ich gehört hatte, dass es in dem Buch um vier Schwestern geht, war ich sehr neugierig, schließlich habe ich selbst auch drei Schwestern. Ich erhoffte mir, dass ich vielleicht hier und da einige Parallelen entdecken würde und das Buch für mich dadurch interessant werden würde.

„An schweren Tagen stelle ich mir gern das Leben meiner Schwester vor. Warum auch nicht? Das Leben meiner Schwester ist schön. Sie hat einen guten Job, ein hübsches ziegelrotes Haus, das sich perfekt wie ein Legostein in die Reihen der Nachbarhäuser einfügt, und einen Mann, der sie niemals vor dem Frühstück zum Teufel schicken würde.“ Seite 10

Lucy, Paula, Mia und Sophie sind vier sehr unterschiedliche Schwestern. Jede lebt ein anderes Leben, hat andere Ziele und Wünsche; so ist es nicht verwunderlich, dass die vier Schwestern kaum Kontakt zueinander haben und sich auch nicht wirklich gut verstehen. Als sie herausfinden, dass Paulas Ehe wahrscheinlich scheitern wird, versuchen sie sich zusammenzuraufen, um die Ehe zu retten. Diese Voraussetzung für die Handlung erschien mir schon ein wenig schräg, aber ich war noch frohen Mutes, dass das Buch gut werden wird; denn obwohl der Anfang eher nur 08/15 war, hatte der beschreibende, aber nicht ausschweifende Schreibstil mich begeistern können.

„Lucy, Sophie und ich schrumpften unsere Beziehung auf E-Mail-Größe, stopften uns gegenseitig in Sammelverteiler und sahen uns nur, wenn es unvermeidbar war. Damit waren wir alle ganz zufrieden.“ Seite 29

Leider wurden meine Hoffnungen bald enttäuscht. Im Mittelteil des Romanes wurde die Handlung sehr absurd und entbehrte jeglicher realitätsnahen Logik. Die geschwisterlichen Beziehungen waren für mich nicht unbedingt nachvollziehbar und es kamen lauter Nebencharaktere vor, die man sich gut und gerne hätte sparen können. Gegen Ende hin wurden dann gefühlt sämtliche Klischees bedient, die man sich vorstellen kann, doch dadurch wurde das Buch nun auch nicht mehr besser.

Mein Fazit

Nach einem soliden Start in die Geschichte ging es ab der Mitte für mich leider nur noch bergab und ich ertappte mich mehrmals dabei, wie ich ungläubig den Kopf schüttelte. Die Handlung hatte Potenzial, welches von Frau Mewe leider nicht komplett ausgenutzt wurde.

Fakten

Titel: Als meine Schwestern das Blaue vom Himmel holten
Autorin: Susanna Mewe
Verlag: Aufbau Verlag
Reihe: nein
Seitenzahl:  335
Erscheinungsjahr: 2016
ISBN: 9783746632193
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